Ertragslage: Beste Bewertung seit 2011. Graphik: BAUEN MIT HOLZ

News 2014-02-18T00:00:00Z Arbeit im Überfluss

Bereits im dritten Quartal 2013 zeichnet sich deutlich ab: Die positiven aktuellen Umfrageergebnisse können die negative Entwicklung in der ersten Jahreshälfte nicht kompensieren.

Es geht den befragten Holzbauunternehmern im dritten Quartal sehr gut. Alle Kennzahlen liegen oberhalb der Durchschnittswerte der letzten Jahre. Mit der Schulnote 1,8 bewerten die Unternehmer die Ertragslage – die beste Bewertung seit acht Quartalen. Die Personal- und Maschinenauslastung ist ebenfalls erfreulich hoch. Ähnliche Auslastungen erzielten Unternehmer nur im dritten Quartal 2011. Das Personal war aktuell zu 95 Prozent beschäftigt, die Maschinen zu 71 Prozent ausgelastet. Auch der Auftragsbestand steigt von 2,6 Monate im Vorquartal auf 2,8 Monate.
Die Erwartungen für die kommenden Monate bleiben positiv. Dass das hohe Niveau in den nächsten Monaten gehalten wird, damit rechnet der überwiegende Teil (71 Prozent) der Unternehmer. Berücksichtigt man diejenigen, die bessere Umsätze erwarten, liegt der Anteil sogar bei 86 Prozent. 15 Prozent befürchten im Winterhalbjahr schlechtere Umsätze als zuvor.

Schwerpunkt Sanierung
Vor allem die Sanierung bleibt Schwerpunkt der ausgeführten Arbeiten, ihre deutliche Dominanz gegenüber dem Neubau büßt sie im dritten Quartal allerdings ein. Lag sie vor einem Jahr noch bei 74 Prozent, so sinkt sie im Jahresverlauf auf aktuelle 68,8 Prozent. Dementsprechend steigt der Anteil des Neubaus auf 43,9 Prozent.
Stärkste Auftraggeber bleiben die privaten Haushalte, obwohl sie das Vorjahresniveau nicht halten können und um 5,5 Prozent auf 68,8 Prozent sinken. Die gewerblichen Auftraggeber legen an Stärke zu und steigern sich von 13,4 Prozent im Vorquartal auf erfreuliche 18,4 Prozent. Schlusslicht bleibt der öffentliche Bau mit 12,8 Prozent (Vorquartal 14,4 Prozent). Er hatte nach den positiven Einflüssen durch die Konjunkturpakte 2009 im zweiten Quartal 2012 seinen Tiefpunkt erreicht. Damals erreichte er nur 7,7 Prozent. Seit diesem Quartal steigt er wieder und stabilisiert sich seit etwa drei Quartalen um die 12 Prozent.
Den größten Anteil ihres Umsatzes erwirtschaften die Holzbauunternehmer nach wie vor mit klassischen Zimmererarbeiten (45,2 Prozent). Auch Dachdeckungen mit 15,1 Prozent sowie Hausbau mit 14,7 Prozent steuern einen großen Teil zum Umsatz bei. Es folgen Montage (7,0 Prozent), Trockenbau (6,2 Prozent), Denkmalpflege (4,7 Prozent), Treppenbau (4,0 Prozent) und Ingenieur-Holzbau (3,3 Prozent) mit nur geringem Umsatz.

Umsatz hinter Vorjahr
Grund für die überdurchschnittlich gute Bewertung, die hohe Auslastung und den hohen Auftragsbestand im dritten Quartal 2013 – und auch für die des zweiten Quartals 2013 - dürften die Nachholeffekte aus dem ungewöhnlich langen und kaltem Winter sein. Bis Mitte Mai behinderten Frost, Kälte und Regen die Bautätigkeit. Erst ab Mitte Mai kam die Baukonjunktur in Schwung. Erfreulicherweise war während des gesamten Jahres eine hohe Nachfrage nach Bauleistungen sowie eine solide Auftragslage zu verzeichnen.

Laura Westerhoff

Das vollständige Konjunkturbarometer III.2013 lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 12.2013.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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