Die Zahl neuer Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft ist 2016 um 1,2 Prozent gesunken, dies ist der erste Rückgang seit dem Jahr 2013- so die Soka Bau. Zudem hat sich der Ausbildungsmarkt erstmals seit dem Jahr 2008 schlechter entwickelt als das Handwerk oder der bundesweite Durchschnitt.
Zahlen der Bundesagentur für Arbeit deuten darauf hin, dass dies an einer sinkenden Zahl an Bewerbern lag, während die angebotenen Berufsausbildungsstellen weiter gestiegen sind. Die detaillierte Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zeigen allerdings, dass dies offensichtlich an fehlenden Bewerbern lag. So ist die Zahl der Bewerber im gesamten Berufsbereich Bau um 1,1 Prozent gesunken, während die Bewerberzahl bundesweit annähernd konstant geblieben ist (-0,3 Prozent). Die Zahl der Berufsausbildungsstellen ist dagegen weiter gestiegen, und zwar um 4,4 Prozent, was auch ein Erfolg der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung ist, die alle Baubetriebe an der Finanzierung der Ausbildung beteiligt und somit Ausbildungsbetriebe kostenmäßig entlastet.
Die Besetzung der Ausbildungsstellen weiter ein Problem
Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen ist deutlich gestiegen, in den Hochbauberufen war ein Anstieg um 8,1 Prozent, in den Tiefbauberufen gar ein Anstieg um 21,2 Prozent festzustellen. Ohnehin sind die Bauberufe durch eine Überversorgung mit Ausbildungsstellen gekennzeichnet: Auf jeden Bewerber kommen rund 1,4 Ausbildungsstellen. Im Hoch- und Tiefbau liegt die Quote sogar noch höher (1,6 bzw. 1,8 Ausbildungsstellen je Bewerber), während der bundesweite Ausbildungsmarkt gerade einmal ausgeglichen ist (auf jeden Bewerber kommt eine Ausbildungsstelle). In der Jobbörse von Soka-Bau (www.bau-stellen.de) finden sich derzeit rund 1.200 offene Ausbildungsstellen.
