Das Azubi-Team der Festo AG hat den erstmals ausgerichteten Bundeswettbewerb „Digital Youngsters“ gewonnen.
Das Auszubildenden-Team der Festo AG & Co. KG mit Franziska Olbrich (24, Kauffrau für Büromanagement), Nina Ressel und Cornelius Kress (beide 18, Elektroniker für Geräte und Systeme) sowie Jannik Appel (18, Mechatroniker) ließ sich am Ende unter großer Publikumsbeteiligung als verdienter Sieger bejubeln. Es setzte sich im Finale, das auf der Bildungsmesse didacta veranstaltet wurde, gegen vier andere Teams durch. Mit fast 50 Teilnehmern und 14 eingereichten Visionen zum Thema Veränderungen der Arbeits- und Unternehmensstrukturen durch Digitalisierung in 2030 war die Premiere des Bundeswettbewerbs ein voller Erfolg.
Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus? Wie verändern sich Arbeits- und Unternehmensstrukturen durch Digitalisierung? Welche Kompetenzen braucht es zukünftig? Das war die Aufgabenstellung des von WorldSkills Germany im Vorjahr gestarteten bundesweiten Wettbewerbs „Digital Youngsters“. Die fünf Teams, die sich nach einer Vorauswahl für das Finale qualifizieren konnten, präsentierten live auf der Bildungsmesse didacta ihre Zukunftskonzepte, visualisierten durch einzelne Teilszenarien einen ganzheitlichen Blick auf Veränderungen, die mit der Digitalisierung verbunden sind.
Die Jury überzeugten am meisten die Azubis der Festo AG. Das junge, aus verschiedenen Berufsgruppen bestehende Team, ging der Frage nach, wie sich der Arbeitsplatz 2030 durch Digitalisierung verändert. Ist er dann rein virtuell, welcher Mehrgewinn entsteht aus der Arbeitsplatzgestaltung und unterstützt dies die fachlichen wie sozialen Kompetenzen der Mitarbeiter? Welche Rolle spielen Gesundheitsaspekte, Arbeits- und Schichtmodelle - und bleibt der Teamgedanke trotz digitalisierter Arbeitswelt? Die Jury hob die besondere Tiefe im Detail, die sehr professionelle und ausbalancierte Sicht auf den Job der Zukunft als auch die übergreifende Einsatzplanung verschiedener Technologien in Zeitzonen hervor. Ausgezahlt habe sich das Zusammenarbeiten der Mitglieder mit unterschiedlichen Blickwinkeln
auf den Arbeitsprozess.
Für alle Finalteilnehmer gab es bei der Siegerehrung ein Tablet. Die Teams erhielten je einen Prämienscheck
über 600 EUR (Gewinner des Wettbewerbs) bzw. 300 EUR. Eine Anerkennung besonderer Art gab es am Schluss: Jurymitglied Prof. Dr. Christoph Igel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz lud die Finalteams zum Digitalgipfel im Juni ein, wo sie im Rahmen der Zukunftsdebatte zur Digitalisierung ihre Konzepte und Projekte vorstellen sollen.
