Komethof
Gut zwei Jahre Bauzeit stecken in dem Komethof in Salem-Neufrach. Handwerkliches Können, tiefgreifendes Fachwissen und die Liebe zum Detail waren schließlich unabdingbar für das Gelingen der Restaurierung. Bild: BAUEN MIT HOLZ

News 2017-04-05T00:00:00Z BAUEN MIT HOLZ 4.2017: Alles, was ein Sieger braucht

Mit der Restaurierung des Komethofs haben die beteiligten Planer und Handwerker den Spagat zwischen besonderen Wohnanforderungen und Denkmalschutz gemeistert. Dabei hatte der sensible Umgang mit dem in seiner Standsicherheit gefährdeten Bestand oberste Priorität. Nach Abschluss der Arbeiten bietet das historische Fachwerkhaus alles, was man von einem Gewinnerobjekt beim Sanierungspreis erwartet.

Der Komethof in Salem-Neufrach wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals war er etwa halb so groß wie heute. Seine jetzige Größe erhielt er nach dem dreißigJährigen Krieg, als er unter dem Namen „Zur Linde“ Gaststätte wurde. Im Erd- und Obergeschoss befinden sich aus dieser Zeit große Schankräume mit historischen Kassettendecken. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde auf dem Hofgelände eine Schmiede eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten es die Bürger als Mietwaschküche.

1978 und 1996 fanden in dem historischen Fachwerkbau Sanierungen statt. 2009 kaufte ihn die jetzige Besitzerin in der Annahme, einen guten Gebäudezustand zu erwerben. Im Erd- und Obergeschoss waren damals Wohnungen untergebracht. Das geräumige Dachgeschoss war bis dahin nicht ausgebaut. Es wurde lediglich als Lagerraum genutzt, sollte zukünftig aber ebenfalls bewohnbar sein und zur Ausstellungsfläche werden. Und so standen zunächst eine energetische Sanierung, ein paar neue Gauben und ein Dachausbau auf der Agenda.

Titel BAUEN MIT HOLZ 4.2017

Bei mehreren Baubegehungen deckte das beauftragte Baubüro Bruhn aus Friedrichshafen-Kluftern einige Schäden auf, die infolge von eingedrungenem Wasser entstanden waren. Zahlreiche Holzbauteile waren defekt und mussten komplett ersetzt werden. Hinzu kamen Hölzer, die teilbeschädigt waren. Die Schadenskartierung, die von der Zimmerei Schmäh in Meersburg angefertigt wurde, dokumentierte das gesamte Ausmaß der Schäden. Demnach waren zehn Prozent der Fachwerkhölzer nicht mehr zu retten. Gut 40 Prozent waren geschädigt, konnten aber repariert werden

Autor: Wolfgang Schäfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in BAUEN MIT HOLZ 4.2017.  

zuletzt editiert am 04. August 2021
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