BMH-Preistendenzen ❙ Eine etwa gleichbleibende Nachfrage nach Bauholz und vermutlich etwas nachgebende Stammholzpreise würden es den Sägern ermöglichen, mit moderat steigenden Bauholzpreisen zu überleben. Günther Zimmermann
Auf einer internationalen Sägekonferenz war unlängst der Satz zu hören: "Deutschland ist europaweit das größte Sägerland mit den derzeit auch größten Problemen." Gemeint war damit nicht das Problem der Überkapazitäten, sondern die aktuelle Preisschere, die zu geringe Spanne zwischen den Rundholzpreisen und den erreichbaren Erlösen für die Fertigprodukte. Anders ausgedrückt: Entweder müssen die Sägeholzpreise runter oder die Schnittholzpreise rauf oder - was am besten wäre - beides.
Es gibt zarte Anzeichen dafür, dass die letztgenannte, die beste Entwicklung nicht ganz auszuschließen wäre. Umfragen lassen die Vermutung zu, dass mehr als zwei Drittel der Säger aufgrund ihrer aktuellen Versorgung mit Rundholz nach den bereits eingetretenen Rückgängen beim Stammholzpreis stressfrei in die Verhandlungen mit der Forstseite gehen können und eher mit nachgebenden als gleichbleibenden oder gar steigenden Rundholzpreisen rechnen. Auf der Absatzseite sehen mehr Säger als im Vorjahr einen Akutbedarf vor allem beim Bauholz, weil die Belebung der Nachfrage in diesem Jahr früher eingesetzt hat, auch statistisch an den Auftragseingängen und Auftragsbeständen erkennbar. Gestützt werden diese Annahmen durch die Entwicklung der Importpreise, die für Nadelschnittholz insgesamt seit Jahresbeginn um drei Prozent gestiegen sind.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 11.2012.
