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Entwicklung der Erzeugerpreise (2005 = 100) für Bauholz, Latten, Bretter, Vorratskantholz und Konstruktionsvollholz von Januar 2011 bis November 2012. Grafik: BAUEN MIT HOLZ, Quelle: Statistisches Bundesamt

News 2013-02-08T00:00:00Z Bauholzpreise bleiben auf dem Teppich

BMH-Preistendenzen ❙ Kaum steigende Stammholzpreise, kaum bessere Bauholznachfrage und kaum höhere Schnittholzpreise im Ausland erlauben kaum andere Bauholzpreise hierzulande. Günther Zimmermann

Prognosen sind schwierig, weil sie sich auf die Zukunft beziehen. Besonders schwierig werden sie, wenn sich alle Kriterien, die zur Beurteilung normalerweise herangezogen werden, widersprechen. Das ist im Moment der Fall. Vor allem stehen die Meldungen, Meinungen, Umfragen und Gerüchte zu den Ergebnissen der offiziellen Statistik im Widerspruch. Oder anders ausgedrückt: Die Lage ist besser, als es die Berichte von wem auch immer besagen. Das lässt aber auch den Schluss zu, dass keine Entwicklungen zu befürchten sind, die zu einem Einsturz der Holzbauwelt führen würden, dass aber auch keine Entwicklungen zu erhoffen sind, die der gesamten Holzfamilie vom Waldbesitzer bis zum Zimmermeister das Paradies auf Erden bedeuten würden.

In puncto Bauholzpreise sind von diesem Frühjahr an allenfalls geringe Anhebungen zu erwarten. Dafür sprechen die anhaltenden oder zurzeit sogar zunehmenden weltweiten Überkapazitäten beim Nadelschnittholz, zunehmend deshalb, weil der Verbrauch jährlich um einige Prozente schrumpft. Die klassischen Superverbrauchsnationen, wie die USA und Japan, darben wenigstens in diesem Jahr noch vor sich hin, und China, der riesige Holzmagnet der Zukunft, befindet sich noch in der Phase der Vorbereitung.

Auch das Ausland zeigt sich uneinheitlich

Auf den mitteleuropäischen Märkten überwiegen die Vorzeichen, die zur Bedachtsamkeit raten. Der Bedarf an Bauholz wird sich im bisherigen Rahmen halten, so dass angesichts des nach wie vor lahmenden Exports eine inländische Überkapazität beherrschend bleibt. Die Rohholzanbieter werden sich vor diesem Hintergrund eher auf gleichbleibende oder wie in den Holzüberschussländern sogar auf etwas nachgebende Preise einlassen müssen. Auch der Außenhandel mit Nadelschnittholz, insbesondere der Import, wird seit geraumer Zeit von einer leichten Preisschwäche dominiert, die eher noch eine Zeit lang anhalten dürfte, weil in den Hauptlieferländern ähnliche Überdrucksituationen vorherrschen, für die in einem überschaubaren Zeitrahmen keine gravierenden Veränderungen zu erwarten sind.

Die derzeitige Verfassung der Holzmärkte bietet jedoch auch keinerlei Gründe, mit Preiseinbrüchen oder deutlichen Ermäßigungen zu rechnen. Doch die Zeit der Winter- und Frühjahrsstürme ist noch nicht vorbei, und sie würden aus der augenblicklichen Perspektive tatsächlich die einzige Gefahr in dieser Hinsicht darstellen.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 02.2013.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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