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Entwicklung der Erzeugerpreise (2005 = 100) für Bauholz, Latten, Bretter, Vorratskantholz und Konstruktionsvollholz von Januar 2010 bis Februar 2011.

News 2013-01-29T00:00:00Z Bauholzpreise bleiben im Aufwind

BMH-Preistendenzen ❙ Die Preise von Bauholz und anderen Nadelschnittholzsortimentensteigen vornehmlich aufgrund einer zwar unauffällig, aber ständig zunehmenden Inlandsnachfrageweiter an. Günther Zimmermann

Es ist zunächst einmal festzuhalten, dass der Bauholzpreis mitten in der angeblich größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit um nicht weniger als ein Fünftel angestiegen ist. Wenn diese Entwicklung in der inzwischen eingekehrten Hochkonjunktur so oder mit noch üppigeren Raten weitergeht, wird Bauholz in wenigen Jahren ein von normalen Zeitgenossen nicht mehr bezahlbarer Luxusbaustoff sein.

Der Anstieg der Preise wird sich bei den meisten Nadelschnitthölzern fortsetzen. Ausgangs des Winters gab es bei fast allen Sortimenten leichte Rückgänge im Zehntelprozentbereich, doch schon im März war die ganze Szene auf eine weitere Festigung der Preise eingestellt, keineswegs euphorisch oder berauschend, sondern eher sogar mit einem Hauch von Skepsis. Die Großwetterlage für das Holzgeschäft war zu diesem Zeitpunkt nämlich schwer abzuschätzen. Der Rausch der Konjunktur-Hilfsprogramme war schon merklich abgeklungen, doch der Aufwind in allen Branchen, die für den Schnittholzabsatz wichtig sind, war bereits deutlich zu vernehmen. Vor allem die Vorboten im Sektor Wohnungsneubau waren recht vielversprechend. Die Baugenehmigungen ließen für das laufende Jahr einen Zuwachs von neuen Wohnungen von mehr als fünf Prozent erwarten. Auch der Wirtschaftsbau signalisierte Wachstum. Fragezeichen lieferte lediglich der Sektor öffentlicher Bau.

Entwicklung auf den Weltmärkten von Sondereinflüssen geprägt

Was dann aus Japan nach Europa herüberschwappte, wird die Holzwirtschaft hierzulande nicht aktuell, aber später und mit sehr spürbaren Auswirkungen in Form von Preissteigerungen beschäftigen. Dagegen könnten die unerwarteten Vorgänge in Nordafrika und in der Levante durchaus zeitnahe Einflüsse auf den europäischen Nadelschnittholzmarkt haben, indem die beträchtlichen Holzmengen, die in Normaljahren aus den europäischen Lieferländern dorthin fließen, einen zusätzlichen Mengendruck in Europa bewirken. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich das Abnehmerland USA in der nächsten Zeit erholt und als heftiger Nachfrager auf der Bühne erscheint. Dagegen könnte China, das im vorigen Jahr seine Abnahmemenge aus Deutschland gegenüber 2009 vervierfacht hat, als interessanter Kunde in Erscheinung treten, wenngleich noch nicht als Preistreiber.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 06.2011.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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