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Entwicklung der Erzeugerpreise (2005 = 100) für Bauholz, Latten, Bretter, Vorratskantholz und Konstruktionsvollholz von Januar bis Dezember 2011. Grafik: BAUEN MIT HOLZ, Quelle: Statistisches Bundesamt

News 2013-01-29T00:00:00Z Bauholzpreise in Lauerstellung

BMH-Preistendenzen ❙ Die Sägewerke müssen wieder höhere Bauholzpreise erzielen, um die stark gestiegenen Stammholzpreise kompensieren zu können. Günther Zimmermann

Obwohl es nach dem Auslaufen des Konjunkturpakets II im öffentlichen Bau erhebliche Einbrüche gab und wegen der Schuldenbremse auch künftig noch geben wird, zeigt sich die Baubranche in bester Laune. Die Baugenehmigungen im Wohnungsbau nehmen weiter zu, weil a) in den letzten fünf Jahren Zigtausende von Wohnungen zu wenig gebaut wurden und b) die Zinsen nach wie vor auf einem Jahrhunderttief verharren. Obendrein kann der Holzbau frohlocken, weil soeben 1,5 Milliarden Euro für die Gebäudesanierung ausgelobt wurden. Auch der Wirtschaftsbau wird vermutlich zusätzlichen Wind unter die Flügel bekommen, weil die institutionellen Investoren Deutschland neuerdings als besonders sicheres Anlageland bevorzugen.

Ein "Top-Baujahr" wird nach Ansicht der Verbände in diesem Jahr zu erwarten sein. Natürlich dringt diese Jubelstimmung bis in die letzten Waldwinkel, sodass der eine oder andere Rohholzerzeuger bereits mit einer neuen Welle anziehender Preise rechnete. Doch auf den bisherigen Meistgebotsverkäufen (Versteigerungen und Submissionen) wurde ein solcher Preistrend nicht bestätigt. Da der Waldbesitz im vergangenen Jahr wohl satte Reingewinne erwirtschaftet haben dürfte, werden sich jedoch die forstseitigen Bemühungen um weiterhin steigende Rohholzpreise sicherlich in Grenzen halten. Die meisten Großabschlüsse wurden jedenfalls auf oder knapp unter Vorjahresniveau getätigt.

Säger wollen etwas verdienen

Da es keinerlei Hinweise gibt, die auf nachgebende Rundholzpreise hindeuten, rechnet die Sägeindustrie bei ihren künftigen Einkäufen eher mit dem bisherigen Preisniveau und hat sich fest vorgenommen, ihre preispolitischen Bemühungen im Verkauf deutlich zu verstärken, nachdem der Preisabstand zum Vorjahr von 18 Prozent im Frühjahr 2011 bis zum Jahresende auf gerade noch drei Prozent zusammengeschnurrt ist, der den Sägern freilich nicht ausreicht, um die über zehn Prozent hinausgehenden Preiserhöhungen beim Nadelsägeholz zu kompensieren.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 04.2012.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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