BMH-Preistendenzen ❙ Nach der winterlich bedingten Pause in der Preisbewegung wird die anhaltend gute Baukonjunktur im neuen Jahr für einen weiteren, doch verhaltenen Preisanstieg beim Bauholz sorgen.

Gegenüber dem letzten Winter hat der Bauholzpreis um sechs Prozent zugelegt, aber ein weiterer Anstieg wird im Hinblick auf die rückläufige Nachfrage in den Wintermonaten zum Stillstand kommen. Mit spürbaren Preisnachlässen wird aber auch nicht zu rechnen sein. Leicht problematisch ist die Situation jedoch insofern, als ein größerer Teil der Sägewerke als in früheren Jahren über relativ wenig Rundholzvorräte verfügt, weil aufgrund der guten Auftragslage viel Holz gebraucht wurde. Auch wenn der Bedarf jetzt merklich zurückgeht, müssen die Rundholzläger ergänzt werden, und da besteht in diesem Jahr möglicherweise die Gefahr, dass es in manchen Waldrevieren zu Zusammenballungen rundholzbedürftiger Säger kommen könnte und die Stammholzpreise dann doch etwas Fahrt bekommen. Im Moment ist es an der grünen Preisfront trotz flotter Geschäftsabläufe verhältnismäßig ruhig, und da inzwischen hinlänglich bekannt ist, dass die Nadelholzpreise nirgends höher als in Mitteleuropa sind, tut sich die Forstseite mit der Bekanntgabe höherer Preiswünsche freilich schwer.
Diese wahrscheinlich moderate Preisentwicklung auf der Rohstoffseite wird für die Bauholzsäger jedoch kein Anlass sein, im nächsten Frühjahr, wenn die Bausaison beginnt, zu zögern, die Preisschraube beim Bauholz doch noch etwas nach oben zu drehen. Der Markt würde es hergeben, meint man, obwohl der Preis des Baustoffs Holz inzwischen in seiner Entwicklung alle anderen Baustoffe abgehängt hat. Diese Wahrheit könnte sicherlich dazu beitragen, dass der Bauholzpreis sich vom Frühjahr an behutsam und in kleinen Schritten weiter aufwärts entwickeln wird.
Gestützt wird dieser Trend zudem außenwirtschaftlich, da die Importpreise bis weit in den Herbst hinein sehr fest geblieben sind und vermutlich auch in absehbarer Zukunft kaum nachgeben werden, weil in den europäischen Hauptproduktionsländern die Rundholzpreise aufwärts tendieren.
Großer Holzhunger in Übersee
Außerdem ist ein zunehmender Holzbedarf im mitteleuropäischen Raum dadurch erkennbar, dass gewissermaßen am Horizont Kunden mit einem riesigen Holzhunger auftauchen, die zurzeit schon mit stolzen Zuwachsraten von über 300 Prozent von Deutschland aus bedient werden, mit Nadelschnittholz wohlgemerkt.
Günther Zimmermann
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 12.2013.