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News 2013-01-29T00:00:00Z Bauholzpreise zeitweise schwächer

BMH-Preistendenzen ❙ Bauholzpreise geben saisonbedingt nach, werden aber nach dem Winter verhalten weitersteigen. Günther Zimmermann

Die ersten Herbststürme sind schon über das Land gezogen, aber die Erwartungen, dass durch Sturmschäden billiges Bauholz auf den Markt kommt, sind angesichts der inzwischen von der Forstpartie entwickelten Angebotsentzerrungsstrategien minimal. Zwar liegen die Nadelschnittholzpreise - je nach Sortiment - um 28 bis 45 Prozent, im Mittel um 42 Prozent über 2005, aber gegenüber dem Vorjahr ist der Preisanstieg mit reichlich drei Prozent als durchaus kommod anzusehen, und seit drei Monaten bröckelt der Bauholzpreis um Zehntelprozente ab. Die im September noch zu beobachtende leichte Verbesserung der Auftragseingänge hat sich inzwischen ins deutliche Gegenteil verkehrt. Sowohl aus der Nah- wie aus der Fernzone gingen die Aufträge praktisch um die Hälfte zurück. Die Lagerbestände sind merklich angestiegen, und Lieferzeiten für Nadelschnittholz gibt es fast nicht mehr. Beim Bauholz ist diese Entwicklung freilich in erster Linie saisonal bedingt.

Bauen im Frühling lässt die Preise steigen

Alle Marktbeobachter rechnen damit, dass nach dem Winter jedenfalls die Bauholzpreise weiter anziehen werden. Dafür sprechen vor allem zwei Gründe: Erstens lässt die geradezu sensationell hohe Zahl der Baugenehmigungen (bei Ein- und Zweifamilienhäusern ein Viertel mehr als im Vorjahr) eine zumindest spürbar wachsende Nachfrage nach Bauholz erwarten, die normalerweise keine rückläufigen, sondern eher feste bis steigende Preise nach sich zieht. Zweitens sind die Säger gezwungen, ihre Preise wenigstens anzupassen; denn die Rundholzpreise sind eigentlich in ganz Europa, auch bei den Stammholz liefernden Nachbarländern, zuletzt immer noch ein bisschen geklettert. Außerdem muss die Sägeindustrie versuchen, ihre höheren Kosten für Transporte, Energie und Löhne in ihren Preisen weiterzugeben.

Unter normalen Umständen dürfte sich die weitere Preisentwicklung beim Bauholz nach dem Winter in durchaus moderaten Raten vollziehen, weil sich sonst das Bauholz, inzwischen der Baustoff mit der rasantesten Preisentwicklung der letzten Jahre, zu einer Art Luxus-Baustoff entwickeln könnte. Absehbare Gründe für so etwas wie einen Preisverfall gibt es kaum, auch die eingangs erwähnten Herbst- oder Winterstürme nicht, aber markante Preissteigerungen sind trotzdem nicht vollkommen auszuschließen.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 01.2012.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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