Eine ausladende Überdachung aus Brettschichtholz ist der markante Blickfang des neuen Bahnhofs im niederländischen Assen. Was einfach daherkommt, ist das Ergebnis tragwerksplanerischer Detailarbeit in Kombination mit gekonntem Einsatz parametrischer Planungssoftware.
Mit der außergewöhnlichen Überdachung des neuen Bahnhofs in der niederländischen Provinzhauptstadt Assen ist es gelungen, zwei Stadtteile miteinander zu verbinden und dem Bahnhofsviertel eine neue Identität zu geben. Markanter Blickfang des dreieckigen Dachtragwerks in Holzbauweise sind die von der einen Seite weit auskragende Spitze und von der anderen Seite der Schwung im Dach.
Der Siegerentwurf des international ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs stammt von „Team A“, ein Zusammenschluss der beiden niederländischen Architekturbüros Powerhouse Company und De Zwarte Hond. Die Idee war, einem verknüpfendes Element zu schaffen, das durch seine Form die Nutzung darunter widerspiegelt. Zum einen wollte man in Richtung Westen, dem Eingang zur Innenstadt, besonders viel überdachte Fläche für Pavillons und Aufenthaltsbereiche, zum anderen eine Anbindung zum Stadtbereich auf der anderen Seite der Gleise schaffen. Daraus entwickelte sich die Dreiecksstruktur, für die das Architektenteam einen Holzbau vorsah.

Schon während der Entwurfsphase ließen sie sich daher von den auf Holzbau spezialisierten Planern des Ingenieurbüros Miebach in Lohmar beraten und holten sie nach der Beauftragung durch die Stadt Assen schließlich auch für die Tragwerks- und Ausführungsplanung des Objekts mit ins Planungsteam.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in bmH bauen mit Holz 2.2020.
Autorin: Susanne Jacob-Freitag