Der Bundeskongress der Dachdecker und Zimmerer in Freiburg startete mit einer Podiumsdiskussion, die von Moderator Konstantin von Teuffel, der selbst Förster ist, geleitet wurde.
Die beiden Verbandspräsidenten Ullrich Huth (Holzbau Deutschland) und Karl-Heinz Schneider (ZVDH) diskutierten mit Dipl.-Ing. Rainer Schülle, Geschäftsführer der Energieagentur Regio Freiburg und Prof. Martin Haag, Baubürgermeister der Stadt Freiburg über die "Energiewende und umweltgerechtes Bauen". Freiburg gilt als Vorzeigestadt im Hinblick auf energiesparendes Bauen. Dennoch betonten Rainer Schülle und Prof. Martin Haag, wie wichtig es sei, noch mehr fossile Energie einzusparen. Den Gebäudeenergiebedarf zu senken ist ein Hauptaufgabenbereich des Zimmerer- und Dachdeckerhandwerks. Vor allem im Bereich Dämmung, Ausbau und Sanierung kommt das Fachwissen der beiden Gewerke zum Tragen. Huth und Schneider appellierten gemeinsam an Forschung und Wissenschaft, umweltschonende Energiegewinnung und nutzung voran zu treiben.
Im vollbesetzten Konzertsaal gab der Dirigent und Coach Christian Gansch sehr schwungvoll einen Einblick in seine Anregungen, was Unternehmen von Orchestern lernen können. Auch in Orchestern, so Gansch, zähle zunächst das Handwerk, dann die Präzision und zuletzt die Disziplin. Emotionalität sei nur die Wirkung auf das Publikum. Professionalität und Zuverlässigkeit seien ebenfalls verbindende Elemente von Handwerk und Orchester: "Ein Orchester ist kein Töpferkurs, sondern eine Aneinanderreihung von komplizierten Prozessen. Wenn die fertig sind, muss alles gut aussehen. Das sieht bei Ihren Arbeitsprozessen nicht anders aus." Christian Gansch unterhielt die Gäste außerdem mit Einspielung seiner musikalischen Inszenierungen. Sein Credo: Aufeinander hören, miteinander handeln damit das Ergebnis Publikum oder Kunden begeistert.
Zum Bundeskongress, der mit technischen und betrieblichen Workshops fortgesetzt wird, erwarten die Veranstalter knapp 400 Teilnehmer.
