Ein Gruppenfoto. Der Mann in der Mitte steht hinter einem überdimensionierten goldenem Fußabdruck.
Von links: Klaus Zahn & Wolf Ahner (StadtHausMensch), Svenja Sophie Jürgens (Cradle One), Marius Bohne (Bohne Ingenieure), Aurel Köhler (EPEA – Internationale Umweltforschung), Thomas Elster (81fünf), Matthias Prause (Prause Holzbauplanung) (Quelle: Cradle One)

Cradle to Cradle

21. September 2022 | Teilen auf:

Der Weg zur kreislauffähigen Bauweise

Fachleute aus Architektur, Landschaftsplanung, Gebäudetechnik,Holzbauingenieurwesen und Holzbauunternehmen haben gemeinsam ein ganzheitliches Konzept entwickelt, um ihre Bauvorhaben als Cradle-to-Cradle-Gebäude umsetzen zu können.

„Erstmals ist es uns gelungen, die Anforderungen und Lösungen für alle wichtigen Bereiche in einem Konzept zusammenzuführen. Jetzt haben wir einen Masterplan für jede Art von Projekten“, freut sich Klaus Zahn. Der gebürtige Freiburger ist Cradle-to-Cradle-Architekt der ersten Stunde. Er gehört zum siebenköpfigen Kernteam von Cradle One. Darunter sind auch Professor Michael Braungart, Landschaftsarchitekt Wolf Ahner, Ingenieur Marius Bohne sowie Partner aus dem Netzwerk der 81fünf. Der verbindende Gedanke: Nur mit einer interdisziplinären Herangehensweise auf Augenhöhe und einem konsequenten Umdenken lässt sich zukunfts- und kreislauffähiges Bauen realisieren. „Wir dürfen uns einfach nicht mehr länger damit abmühen, wie wir mit einer falschen Bauweise möglichst wenig Ressourcen verschwenden. Wir sollten unsere Kraft darauf lenken, wie wir mit der richtigen Bauweise vorhandene Ressourcen erhalten“, erklärt Michael Braungart. Der Pionier des Cradle-to-Cradle-Prinzips hatte seine Vision vom wohngesunden, biodiversen und kreislauffähigen Haus bereits 2016 auf der Architektur-Biennale in Venedig vorgestellt. Das von Braungart aufgebaute EPEA-Netzwerk hat für Cradle One Listen mit den Baumaterialien zusammengestellt, die für Mensch und Umwelt grundsätzlich geeignet seien. Doch die Materialwahl sei nur ein Aspekt. Zusammen mit Stadt- und Projektentwicklung, Architektur, Freiraumgestaltung, Gebäudetechnik und Fertigungsweisen entstehe eine Einheit, die vollständig auf den Cradle-to-Cradle-Gedanken ausgerichtet sei. „Cradle One ist in seiner Ganzheitlichkeit und Konsequenz einzigartig“, erklärt Thomas Elster, Geschäftsführer von Cradle One und Vorstand des 81fünf-Netzwerks. Damit erhält die Diskussion um eine nachhaltige Entwicklung im Baubereich einen starken inhaltlichen Schub. Für Elster ist Cradle One ein spannendes Angebot für kommunale wie private Bauinteressierte und Bauträger, die ein weitergehendes Verständnis von gelebter Zukunftsfähigkeit nutzen möchten. Für sie sei Cradle One konzipiert. Dafür stehe auch das 81fünf-Netzwerk. Kreislauffähiges Bauen ist damit bundesweit und für alle Arten von Bauprojekten möglich.

Mehr Informationen unter www.cradle-one.de.

zuletzt editiert am 21.09.2022