Bauphysik - Eine korrekt ausgeführte Luftdichtung ist die Basis für ein energieeffizientes und bauschadenfreies Gebäude. Dieser Artikel fasst typische und schwierige Anschlusssituationen zusammen und zeigt, wie Handwerker diese praktisch lösen können.

Zimmerer müssen inzwischen die fachgerechte Ausführung durch Luftdichtheitstests nachweisen und haften auch für eventuell später auftretende Schäden. Blower-Door-Tests während der Bauphase und nach Fertigstellung zeigen, ob die in den Regelwerken (EnEV; DIN) geforderten Werte eingehalten werden. Sie zeigen zusätzlich, wo Leckagen in der Gebäudehülle vorhanden sind.
Handwerklich können Anschlüsse, Durchdringungen oder andere Details gut und sicher luftdicht angeschlossen werden. Es bedarf aber der Planung und Sorgfalt in der Ausführung. Für viele Details existieren vorgefertigte Lösungen, mit denen Handwerker die Luftdichtheit schnell, einfach und sicher herstellen können.

Typische Leckage: Kabeldurchdringungen bei Elektroinstallationen
Der Klassiker bei Leckagen sind Durchdringungen für Elektroinstallationen. Ursache für Löcher in der Gebäudehülle ist oft nicht allein die handwerkliche Ausführung , sondern schlicht mangelnde Planung. So werden Elektriker, Sanitärinstallateure, Zimmerer, Solar- und Lüftungsmonteure mit gewerkeübergreifenden Situationen konfrontiert, die sie vor Ort nicht spontan lösen können. Oder es entstehen nachträglich Leckagen – nachdem die luftdichte Ebene fertiggestellt und abgenommen ist – weil das Nachfolgegewerk beispielsweise Rohre oder Kabel verlegt und die luftdichte Ebene durchstößt. In diesem Fall müssten die Stellen wieder abgedichtet werden, was jedoch oft unterbleibt.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in DER ZIMMERMANN 10.2016.
Autoren : Jens Lüder Herms und Holger Merkel