Liebe Leserinnen, liebe Leser, gehörten Sie auch zu den knapp 50.000 Besuchern, die Anfang Februar die Messe DACH+HOLZ International besuchten? Welche Neuheiten sind Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?
Selbstverständlich ist klar, dass nicht jeder Hersteller zu jeder Messe eine Neuheit erfinden kann. Die Veränderungen liegen vor allem in den Details. Viele Produkte, wie Maschinen, Verbindungsmittel, Dämmstoffe oder Dachdeckungsmaterialien sind hoch entwickelt. Aber sie werden laufend verbessert, passen sich an die Bedürfnisse der Verarbeiter und der Endkunden an und spiegeln den Stand der Technik wider.
Mir ist vor allem aufgefallen, dass es immer mehr Handmaschinen gibt, die durch Akkus angetrieben werden. Sicherlich ist es sehr sinnvoll, kabellos zu arbeiten, da eine Gefahrenquelle auf dem Dach minimiert wird und man sich auf der Baustelle nicht erst mal auf die Suche nach dem Stromkasten (und dem Schlüssel dazu) machen muss. Wenn aber bei Geräten, die sehr viel Energie benötigen und mit denen konstant gearbeitet wird, der Akku nach 15 Minuten ausgetauscht werden muss, kann man sich schon fragen, ob der Arbeitsfortschritt mit einem kabelgeführten Gerät nicht schneller vorangeht. Aber wer weiß, was uns da noch in Zukunft erwarten wird. In Halle 1, der Holzbauhalle, hat es vielerorts „gebimmelt“, wie der Geschäftsführer eines Softwareunternehmens grinsend anmerkte. Die Messestände der Software-Anbieter zeigten, dass das Thema BIM (Building Information Modeling) auch immer stärker die Holzbauer und Zimmerer beschäftigt. Den Anwender werden Import- und Exportfunktionen, Schnittstellen oder Cloud-Anwendungen für den Datentausch zur Verfügung gestellt, um die Kommunikation betriebsintern und die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen zu erleichtern.
Sicherlich werden wir in den nächsten Jahren bezüglich der vernetzten Planung noch vielen Weiterentwicklungen entgegensehen können.
Was die DACH+HOLZ International sonst noch bot, können Sie ab Seite 26 lesen. Die Bauphysik bildet einen weiteren Schwerpunkt in diesem Heft. Worauf Sie zu achten haben, wenn Sie Innendämmung planen und anbringen, erfahren Sie auf Seite 12. Und wir starten in diesem Heft mit einer Serie, die sich in einer losen Reihe der Knackpunkte der Luftdichtheit, vor allem in der Sanierung, annimmt. Eines dieser nicht ganz einfach zu lösenden Details ist beispielsweise der Kniestock, mit dem sich der Artikel in diesem Heft ab Seite 16 beschäftigt.
Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht Ihnen
Angela Trinkert
