Schraubfundamente ermöglichen eine schnelle Montage der Gründung ganz ohne Beton. Auch für den Holzbau sind sie eine interessante Alternative.

Jedes Bauwerk braucht sein Fundament. Zweck der Gründung ist es, dass die Lasten eines Bauwerks möglichst gleichmäßig in den Untergrund abgeleitet werden. Bei punktartiger Belastung, wie unter Stützen, werden häufig Einzelfundamente ausgeführt. Führt man sie in Betonbauweise aus, müssen sie selbst für den Pfosten eines Gartenzauns eine Fläche von 900 bis 2.500 cm² aufweisen, damit der Pfostenschuh sicher verankert ist. Diese Fläche ist dann versiegelt, nicht mehr begrünbar und das Fundament nur schwer demontierbar.
Eine Alternative zu herkömmlichen Betonfundamenten bieten Schraubfundamente aus Stahl. Dort, wo Betonfundamente nicht verwendet werden können, wie in Naturschutzgebieten, der Aufwand des Betonierens zu hoch ist oder das Bauwerk absehbar wieder rückgebaut werden soll, können Schraubfundamente eingesetzt werden. Sie können in relativ kurzer Zeit mit einer manuellen Eindrehhilfe oder mit einer Eindrehmaschine in den Boden geschraubt werden und ebenso schnell wieder entfernt werden. Der Boden wird durch das Eindrehen der Schraubfundamente verpresst und verdichtet, wodurch ein fester Halt entsteht. Erdreich muss weder ausgehoben noch abtransportiert werden.
Die Fundamente werden in Längen von 55 bis 300 cm und Durchmessern von 6 bis 14 cm angeboten. Im Holzbau werden die Fundamente hauptsächlich im Garten- und Landschaftsbau und bei kleineren Holzbauten verwendet.
Den ausführlichen Artikel lesen Sie in DER ZIMMERMANN 3.2016.
Autor: Angela Trinkert