DER ZIMMERMANN Titelstory 5.2016
Möglichkeiten des Holz-Beton-Verbundbaus bestehen beispielsweise im Gewerbebau. Hier wurde eine 21 m lange Holz-Beton-Verbunddecke als statisches Einfeldsystem mit zwei seitlichen Auskragungen umgesetzt. Bild: Josef Arenz

News 2016-05-19T00:00:00Z DER ZIMMERMANN 5.2016: Holz geht auch mit Beton

Holz-Beton-Verbunddecken gehören als Spezialanwendungen im Holzbau inzwischen zum Stand der Technik. Gerade komplexere Anwendungen werden häufiger mittels Holz-Beton-Verbund gelöst. Der Grundlagenartikel stellt die Bauweise und die einzelnen Verbindungssysteme vor.

DER ZIMMERMANN Titelstory 5.2016
Möglichkeiten des Holz-Beton-Verbundbaus bestehen beispielsweise im Gewerbebau. Hier wurde eine 21 m lange Holz-Beton-Verbunddecke als statisches Einfeldsystem mit zwei seitlichen Auskragungen umgesetzt. Bild: Josef Arenz

Holz-Beton-Verbundkonstruktionen bestehen aus den Materialien Holz und Beton, die über spezielle Verbindungsmittel zu einem Verbundquerschnitt verbunden werden. Die ersten dokumentierten Ansätze, Holz und Beton in einem Bauteil zu kombinieren, gehen in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück. Anschließend geriet die Bauweise mehr oder weniger in Vergessenheit. Seit den 1980er Jahren beschäftigte man sich wieder intensiver mit der Idee des Holz-Beton-Verbundbaus. Diverse Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wurden durchgeführt. Gleichzeitig konnten in der Baupraxis zahlreiche Objekte in Holz-Beton-Verbundbauweise ausgeführt werden. Inzwischen gehört die Holz-Beton-Verbundbauweise zum Stand der Technik.

HBV verringert Durchbiegung

Holz-Beton-Verbundkonstruktionen werden in der Regel bei biegebeanspruchten Tragwerken wie Decken eingesetzt. Dabei wird auf einen Holzquerschnitt eine flächige Betonschicht aufgebracht. Bei einer Biegebeanspruchung, beispielsweise infolge von Eigengewicht oder Verkehrslasten, wird sich der obere Teilquerschnitt Beton gegenüber dem unteren Teilquerschnitt Holz nach außen verschieben. Gleichzeitig wird sich diese Konstruktion nach unten durchbiegen. Gelingt es jedoch, die beiden Materialien Holz und Beton möglichst starr miteinander zu verbinden, werden sich die Relativverschiebungen zwischen Holz und Beton sowie die Durchbiegungen deutlich verringern. (Die Relativverschiebung zwischen zwei Werkstoffen ist die Verschiebung, die stattfindet, wenn kein vollkommener Verbund vorliegt.)

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in DER ZIMMERMANN 5.2016.

Autoren : Prof. Dr.-Ing. Leander Bathon und Oliver Bletz-Mühldorfer

zuletzt editiert am 04. August 2021
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