Titelstory Der Zimmermann 5.2021: Gut vorbereitet - besser gerichtet
Die Dachtraverse von Bauer Technik leistete hervorragende Dienste beim Verlegen der Dachelemente. Ihre 21 passend zu Lattmaß und Schwerpunktlage einstellbaren Haken greifen direkt unter die Dachlatten. Der Folienstreifen über der Firstpfette erlaubt den luftdichten Elementanschluss. Bild: Bundesbildungszentrum

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19. May 2021 | Teilen auf:

Der Zimmermann 5.2021: Gut vorbereitet – besser gerichtet

Projektwoche mal ganz anders – Teil 4: In diesem Artikel geht es um Abläufe in der Elementfertigung und beim Transport. Für sicheres Anschlagen und komfortables Handling ist die Ermittlung des Elementschwerpunkts wichtig. Moderne Abbundprogramme unterstützen dabei und erleichtern eine präzise Transportplanung. Elemente mit asymmetrischer Schwerpunktlage erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Je größer die Projekte in den Betrieben werden, desto wichtiger ist eine gute Logistik. Falsche Reihenfolgen bei Abbund und Elementfertigung ziehen zeitraubendes Umstapeln und Zwischenlagern im Betrieb oder auf der Baustelle nach sich. Um so etwas zu vermeiden, unterstützen mittlerweile eine Reihe Abbundprogramme die Zimmerleute bei der Verladeplanung.

Im Folgenden wird die Vorgehensweise in Cadwork beschrieben – einem der vier am Bundesbildungszentrum angebotenen Programme. Nach dem Start der Verladeplanung werden alle Wand-, Decken- und Dachelemente kopiert, zu jeweils einem Objekt verschweißt und so ausgerichtet, wie sie transportiert werden: Wände nebeneinander, Decken- und Dachelemente waagerecht gestapelt.

Transportvorrichtungen wie Böcke, Paletten und Pritschen werden als Katalogobjekte importiert und die Elemente in sinnvoller Reihenfolge auf ihnen platziert (Bild 2).

Die Elemente sind in der Verladeplanung zwar vereinfacht dargestellt, ihre Geometrie und ihr Gewicht entsprechen aber exakt den Originalen.

So kann leicht geprüft werden, ob mit einem Element, das gerade noch auf einen Bock passen würde, die maximale Hublast des Staplers oder die maximale Zuladung des Transportfahrzeugs überschritten würde. Dann muss dieses Element auf dem nächsten Bock platziert werden. Wenn die Verladeplanung im Idealfall vor Abbund und Elementfertigung erfolgt, kann eine solche Änderung noch in die Ablaufplanung eingehen. Die Realität sieht erfahrungsgemäß oft anders aus: Abbund und Elementfertigung müssen „brummen“.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Der Zimmermann 5.2021.

Autor: Elmar Mette, Bundesbildungszentrum, Kassel