WDVS Saint-Gobain Weber bietet sein recyclingfähiges Wärmedämm-Verbundsystem weber.therm circle auch mit Holzfaser-Dämmplatten an. Bauende und Planende haben bei dem mehrfach ausgezeichneten System die Wahl zwischen Holzfaser und Mineralwolle als Dämmstoff.
Zirkularität ist eines der Schlagworte beim Thema nachhaltiges Bauen. Gemeint ist damit, dass Gebäude schon heute so geplant und gebaut werden, dass eine spätere Umnutzung oder ein Teil- oder Vollrückbau möglich ist, ohne dabei die wertvollen und auch ressourcenintensiven Bauteile und Baustoffe komplett entsorgen zu müssen. Dafür ist eine möglichst einfache Trennbarkeit der Baustoffe der entscheidende Parameter.
Saint Gobain Weber hat schon seit 2019 ein voll rückbaubares WDV-System auf Mineralwollebasis im Programm: weber.therm circle. Die erwähnte Trennbarkeit bei diesem System wird laut Hersteller dadurch erreicht, dass die Dämmplatten rein mechanisch im Untergrund verankert werden, auf den sonst üblichen Kleber wird verzichtet. Ein in den speziell entwickelten Grundputz eingebettetes Separationsgewebe soll es ermöglichen, den erhärteten Grundputz bei einem Rückbau nahezu rückstandsfrei von der Dämmschicht abzuziehen.
Seit April 2024 bietet der Düsseldorfer Baustoffspezialist dieses System auch in einer Holzfaserausführung an. Die neue Variante gibt den Planenden und Bauenden die Freiheit, Schwerpunkte nach ihren jeweiligen Anforderungen zu setzen: Beim Brandschutz etwa bietet Mineralwolle mit der Brandschutzklasse A1 die höchste Sicherheit, während Holz durch seine sehr hohe Diffusionsoffenheit und den guten sommerlichen Hitzeschutz punktet.

Der Systemaufbau ändert sich bis auf den Dämmstoff nicht. Als Dämmplatte wird die Thermowall-L von Gutex (WLG 040) verwendet. Auch die Verarbeitung unterscheidet sich bei weber.therm circle mit Holzfaser kaum von der mit Mineralwolle. Auch hier werden die Dämmplatten auf dem Untergrund nicht verklebt, sondern lediglich mit Schrauben im Massivholzelement verankert. Für das einfache und kontrollierte Setzen der Schrauben mitsamt Setztellern hat Weber ein spezielles Montagetool entwickelt, das auf den Bohrer aufgesetzt wird. So lassen sich die Setzteller in der Holzfaser-Dämmplatte einfach und gleichmäßig versenken. In einem insgesamt dreischichtigen Putzaufbau können anschließend Putzschichten bis 25 mm realisiert werden, was bei besonders beanspruchten Fassaden sinnvoll ist. Der Verzicht auf die Verklebung ermöglicht im Zusammenspiel mit der Separationsschicht nach dem Rückbau die sortenreine Trennung der Systemkomponenten und bildet die Basis für das Recycling. So können die Holzfaserplatten danach beispielsweise geflockt als Einblasdämmung weiter genutzt werden.