Ein Gutachten des ifeu-Instituts für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH), unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), belegt laut Aussage der Auftraggeber die Schlüsselrolle der Energieeffizienz für eine erfolgreiche Energiewende sowie die langfristige Bezahlbarkeit von Heizkosten.
Besonders die energetische Modernisierung der ineffizientesten Gebäude müsse nun gezielt und entschlossen vorangetrieben werden. Daher fordert die DUH eine schnelle Umsetzung der im Gutachten präsentierten Maßnahmen, wie beispielsweise die Sanierung von Worst-Performing Buildings, die Reformierung der Förderlandschaft, die Anpassung des Ordnungsrechts sowie klare politische Ziele.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: „Wir brauchen einen klaren Kurswechsel in der Gebäudepolitik. Nur wenn die Gebäude in Deutschland ordentlich saniert werden, ist sichergestellt, dass alle Menschen auch in Zukunft ihre Heizkosten bezahlen können und die Klimaziele erreicht werden. Es ist alarmierend, dass Union und SPD dieses Thema in den Koalitionsgesprächen bislang sträflich vernachlässigen. Damit lassen die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker gerade Menschen mit mittleren und niedrigen Einkommen im Regen stehen. Denn es ist unstrittig, dass der Heizungstausch in vielen Fällen alleine nicht ausreicht. Fakt ist: Energieeffizienz ist die Grundlage einer sozial gerechten Wärmewende. Wir fordern die Verhandlerinnen und Verhandler auf, jetzt sicherzustellen, dass mit dem Sondervermögen für den Klimaschutz eine Sanierungswelle angestoßen wird, um in den kommenden vier Jahren die Kehrtwende für die Menschen in Deutschland zu schaffen. Wenn das gelingt, bedeutet das langfristig den Werterhalt des Gebäudebestands und bezahlbares Wohnen für alle. Wir warnen ausdrücklich davor, den Fokus im Gebäudeenergiegesetz falsch auf Emissionseffizienz zu setzen."
Hintergrund
Das im Auftrag der DUH erstellte Gutachten basiert laut eigener Aussage auf umfassenden wissenschaftlichen Analysen und Studien und soll faktenbasiert die zentrale Bedeutung der Energieeffizienz für die Klimaziele und eine sozial gerechte Wärmewende verdeutlichen. Im Fokus stehen insbesondere die „Worst-Performing Buildings“ (die energetisch schlechtesten Gebäude), die aufgrund ihrer schlechten Energieeffizienz eine hohe Belastung für die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Energiesystem darstellen und dringend saniert werden müssen.
