Die aktuelle Diskussion in Politik und Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Klimawandels und damit verbundene Forderungen nach Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stellen auch die Holz- und holzverarbeitende Industrie vor neue Herausforderungen. Nach Angaben des spanischen Verbands für die Holzindustrie Confemadera leistet Holz einen beachtlichen Beitrag zur Verringerung der CO2- Emissionen, da es einerseits in der Herstellung und Verarbeitung einen geringen Energieaufwand erfordert und andererseits die Energieeffizienz der Gebäude erhöht. Neben den energetischen Gesichtspunkten schaffen Holzprodukte zudem ein gesundes Raumklima.
Die spanische Regierung erließ bereits im März 2007 eine neue technische Bauverordnung (CTE Código Técnico de la Edificación), die Mindestanforderungen an Gebäude und ihre Inneninstallationen bezüglich Qualität, Materialen, Sicherheit und Energieeffizienz festlegt. Auf der Grundlage dieser neuen Vorschriften wird Holz erstmals nicht mehr als Sondermaterial betrachtet, sondern Baumaterialien wie Beton und Stahl gleichgestellt. Bei der energieeffizienten Gebäudeerrichtung und -sanierung fällt Holz als CO2-neutralem Baustoff seither eine besondere Bedeutung zu. Aufgrund der andauernden Krise in der spanischen Bauwirtschaft setzt die Branche vor allem auf die Modernisierung und Renovierung des Gebäudebestands. Branchenakteure erwarten Impulse für eine positive Marktentwicklung.
Insgesamt ist der spanische Holzsektor mit seinen 34.833 Unternehmen und 196.041 Beschäftigten ein wichtiger Pfeiler der spanischen Volkswirtschaft. Von den 34.833 Unternehmen sind 19.119 der Möbelherstellung und 15.714 Untersektoren der Holzindustrie zuzuordnen.
Die Analyse der Außenhandelszahlen von Holzprodukten (ohne Möbel) belegt einen Anstieg sowohl bei den Import- als auch bei den Exportzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr 2009 sind die spanischen Importe im Jahr 2010 um 5,9 % auf 1,4 Mrd. Euro und die spanischen Exporte um 2,9 % auf 966 Mio. Euro angestiegen. Spanien hat im Jahr 2010 Holzprodukte (ohne Möbel) im Wert von 54,2 Mio. Euro nach Deutschland exportiert und Holzprodukte (ohne Möbel) im Wert von 129,9 Mio. Euro aus Deutschland importiert. Deutschland ist nach Portugal, Frankreich und dem Vereinten Königreich viertwichtigstes Exportland für Spanien. Bei den Importen ist Deutschland nach Portugal und Frankreich drittwichtigster Handelspartner. Nach Umsatzvolumen aufgegliedert exportiert Spanien hauptsächlich Holzfaserplatten, Holzspanplatten, Sperrholz und furniertes Holz, Lagenholz, Bautischlerarbeiten, Holzwerkstoffe, Rohholz sowie Schnittholz. Die wichtigsten Importe nach Umsatzvolumen sind: Schnittholz, Bautischlerarbeiten, Holzfaserplatten, Holzwerkstoffe, Rohholz, Brennholz und sonstige Holzerzeugnisse.
Eng verknüpft ist der Holzsektor mit der Maschinen- und Werkzeugbranche für die Holz- und Möbelbearbeitung. Die rund 600 einheimischen Hersteller, bei denen es sich zu 90% um kleine und mittelständische Betriebe handelt, konkurrieren auf dem spanischen Markt insbesondere mit Importen aus Italien und Deutschland. Entscheidende Wettbewerbsfaktoren in diesem Segment sind innovative Technologielösungen, wie CNC Fertigungstechnik und Lasertechnik. Vor diesem Hintergrund plant die Deutsche Handelskammer für Spanien auch in diesem Jahr, den Messeauftritt deutscher Unternehmen auf der Fimma Maderalia (Feria Internacional de Maquinaria y Herramientas para la Madera y Feria Internacional de Proveedores Sector Madera Mueble), der Referenzmesse für die Holz- und holzverarbeitende Industrie in Südeuropa, mit der Organisation eines deutschen Gemeinschaftstands zu unterstützen. Die Messe öffnet vom 25. bis 28. Oktober 2011 in Valencia ihre Tore. Interessenten können sich noch bis 30. Juni 2011 einen Standplatz auf dem Gruppenstand sichern. Die Fimma Maderalia präsentiert sich 2011 erneut als Handelsplattform für zukunftsweisende Lösungen und Technologien für die Holz- und holzverarbeitenden Industrie sowie als einschlägiges Branchentreffen für internationale Einkäufer und Entscheider. Die letzte Auflage der Fimma Maderalia im Jahr 2009 konnte ihre Position als südeuropäische Referenzmesse ausbauen. Insgesamt präsentierten sich 917 Aussteller (413 Fimma, 504 Maderalia) auf einer Ausstellungsfläche von 84.000 qm den 30.065 Fachbesuchern.
Für weitere Informationen zur Messe FIMMA MADERALIA 2011 informieren Sie sich unter:
Messe Fimma Maderalia www.feriavalencia.com oder http://maderalia.feriavalencia.com/
oder wenden Sie sich an:
Beatriz Olías
Projektleiterin Markt- und Absatzberatung
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