Eine kubische Aufstockung in Holz
Bei der Studie zu den Gebäuden der Zukunft wird Nachhaltigkeit weltweit als wichtigster Trend genannt (Quelle: bmH bauen mit Holz)

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16. September 2022 | Teilen auf:

Nachhaltigkeit wichtigster Trend

PlanRadar, Anbieter für digitale Dokumentation und Kommunikation für Bau- und Immobilienprojekte, führte im Juni dieses Jahres eine breit angelegte Studie zu den Gebäuden der Zukunft durch. Dazu wurden Daten aus zwölf Ländern in Europa, Nordamerika und dem Nahen Osten gesammelt und ausgewertet, die den aktuellen Stand und die zukünftigen Trends in der Stadtplanung, bei Büroflächen, Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden aufzeigen. Die darauf basierende Untersuchung ist in die Abschnitte Architektur der Zukunft, Büroraum und Haus und Wohnen unterteilt.

Im ersten Teil der Studie werden die wichtigsten Architektur-Trends in den kommenden Jahrzehnten untersucht. Dazu gaben laut Studie alle 12 Länder Nachhaltigkeit als wichtigsten Trend an, in Anbetracht der Auswirkungen des Klimawandels überrascht dieses Ergebnis nicht. Jedoch gibt es innerhalb der Länder unterschiedliche Interpretationen, was „Nachhaltigkeit" bedeuten kann. So haben zehn der zwölf Länder die Null-Emissions-Bauweise als wichtiges Merkmal für künftige Bauvorhaben festgelegt. Dabei werden Gebäude so konzipiert, dass sie während des Bauprozesses so wenig CO₂ wie möglich freisetzen. Die entstehenden Emissionen müssen dann auf andere Weise ausgeglichen werden. Für die in der Studie berücksichtigten EU-Länder ist zu beachten, dass sich die EU zu anspruchsvollen Emissionszielen verpflichtet hat und dass dieser internationale Fokus die lokalen Initiativen antreibt. Die USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Italien sehen in der Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Wetterbedingungen zudem einen der wichtigsten architektonischen Trends für die kommenden Jahrzehnte.

Auf die Frage, wie Nachhaltigkeit erreicht werden soll, sehen zehn von zwölf Ländern geänderte Mobilitätskonzepte mit Fokus auf Fußgänger, Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr sowie die Integration von erneuerbaren Energien in die Architektur als Lösungen an.

Bei den Baumaterialien der Zukunft gehen acht von zwölf Ländern davon aus, dass sowohl Holz als auch Hanf in Zukunft häufiger im Bauwesen verwendet werden. Zudem besteht der Wunsch, mehr recycelte Materialien wie recycelten Beton und Ziegel zu verwenden.

Mehr zu der Studie finden Sie hier.

zuletzt editiert am 16.09.2022