Bei der Mitgliederversammlung von Holzbau Baden-Württemberg wurde Zimmermeister Gerd Renz für vier weitere Jahre an die Spitze des Verbandes wiedergewählt. Das Votum fiel einstimmig aus.
Die 31 Obermeister des Baden-Württembergischen Landesverbandes waren sich einig: Gerd Renz hat in seinen ersten vier Jahren als Präsi-dent keine lauten Reden geschwungen und auch keine vollmundigen Versprechungen geäußert – vielmehr überzeugte er durch seine ruhige und besonnene Art sowie durch kluge Aussagen an der richtigen Stelle. „Gerd Renz ist leidenschaftlicher Zimmermeister und stolzer Kluft-Träger – und spricht genau die Sprache der Innungsbetriebe“, kommentiert Vize-Präsident Thomas Bopp die einstimmige Wiederwahl. „Als Geschäftsführer einer eigenen Zimmerei mit 21 Mitarbeitern kennt Gerd alle Probleme und Herausforderungen eines mittelständischen Handwerksbetriebs. Neben seiner fachlichen Kompetenz besitzt er darüber hinaus die Fähigkeit und das notwendige Feingefühl, genau diese Probleme und Herausforderungen an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt vorzutragen. Ein Beispiel hierfür ist sein engagiertes Mitwirken beim „Runden Tisch“ der BG BAU. Was hat sich hier unser Gerd nicht schon den Mund fusselig geredet, um größeren finanziellen Schaden für das Zimmerergewerbe abzuwenden“, so Thomas Bopp weiter.
Bei seiner Antrittsrede sprach Renz verschiedene Forderungen an, die teilweise in den letzten vier Jahren bereits angeschoben wurden, deren Umsetzung aber nicht oder noch nicht erfolgt sei - darunter unter anderem die Senkung der Standards im sozialen Wohnungsbau; die Digitalisierung und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsprozessen; das Einbeziehen klimaneutraler Energie bei den Dämmstandards; die Senkung der Grunderwerbsteuer. Auch fordert er, Entscheidungsspielräume zu nutzen – bedarfsgerechte und für den Einzelfall flexible Lösungen zuzulassen sowie Dokumentation und Nachweisführung und Berichtspflichten abbauen und verständlich gestalten.
Ein weiteres Ziel des 57-jährigen Unternehmers ist die intensivere Ansprache der jüngeren Innungsmitglieder und deren stärkere Einbeziehung in die Innung und den Landesverband. „Ich sehe es als eine zentrale Aufgabe, die junge Generation ernst zu nehmen, sie in Verantwortungen und Entscheidungen mit einzubinden – und von ihnen zu lernen, ohne die eigenen Erfahrungen zu vernachlässigen. Das ist eins meiner persönlichen Ziele, das ich künftig noch stärker verfolgen möchte.“
Überhaupt hat sich in den vergangenen vier Jahren seiner Präsidentschaft immer wieder gezeigt, dass Gerd Renz generell einen Weg des Miteinanders – und das auf Augenhöhe – anstrebt. „Ich bin der festen Überzeugung, dass nur konstruktive Anregungen und faire Diskussionen zu einem Ziel führen. Das Gemeinschaftliche ist die neue Richtung, die wir verfolgen. Und Transparenz und Offenheit sind die richtigen Werkzeuge dazu.“
