Ende November 2011 trafen sich etwa 160 Menschen zum Holzbautag 2011 in der Fachhochschule Köln. Zu den Teilnehmern zählten sowohl Studierende der Fachrichtungen Architektur und Bauingenieurwesen wie auch gestandene Architekten, Ingenieure und Holzbauunternehmer.
Kein Ding ohne Ing.", sprang es den Teilnehmern in großen Lettern entgegen, als Helmut Zeitter seinen Vortrag eröffnete. Sein Thema waren die Planungsgrundlagen für das Bauen mit Holz aus der Sicht des nachweisführenden Ingenieurs. Für Zeitter sei der Holzbau keine Billigbauweise. Im Gegenteil: Der Holzbau fordere ein hohes Maß an Planung und Genauigkeit. Im Ergebnis stehe dann ein äußerst hochwertiges Gebäude, das seinen Preis wert sei. In der ausführlichen Planung stecke das Potential für kurze Baustellenzeiten und beste Qualität. Außerdem sei es äußerst wichtig miteinander zu sprechen, besonders dann, wenn es um das Thema der Verformungen gehe. In diesem Zusammenhang verwies Zeitter auf die DIN 1052 (Kap. 9) und den Passus über die Vereinbarung von Grenzwerten, wie sie die Norm vorschlägt.
Mit seinem Vortrag brachte Zeitter plakativ das auf den Punkt, was auch alle anderen Redner vertraten. Während der Vorträge wurde zunehmend deutlich, dass es für den Holzbau keine Einsatzgrenzen gibt, unerheblich, ob es um Brücken, Türme oder Bestandsbauten geht. Und so hatte der Veranstalter, der Landesbeirat Holz Nordrhein-Westfalen an diesem Freitag sein Ziel erreicht, möglichst vielen Menschen möglichst früh den Holzbau und seine Möglichkeiten nahe zu bringen.
Neben Helmut Zeitter waren noch weitere ausgewiesene Holzbauexperten geladen. So referierte Ludger Dederich, Geschäftsführer vom Holzbau Deutschland Institut e. V. über die Planungsgrundlagen aus Sicht eines Architekten während die Architekten Detlef Riek, Ulrich Blecke und Joachim Seinecke Einblicke in einige Ihrer Projekte gewährten. Des Weiteren war Frank Miebach geladen, dessen Planungsbüro sich u. a. speziell mit der Planung und Abwicklung von Holzbrücken beschäftigt.
