Carl
Das Gebäude ist als Holz-Hybrid-Haus konzipiert. Foto: Peter W. Schmidt Architekten

News 2019-01-29T00:00:00Z Holz-Hybrid-Hochhaus: Der Schwarzwald kommt in die Stadt

Die Baugenossenschaft Arlinger plant ein Holz-Hybrid-Hochhaus Carl am westlichen Stadteingang von Pforzheim. Verbaut wird heimisches Holz.

Die wirtschaftliche Geschichte des Nordschwarzwalds ist eng verknüpft mit der Holzgewinnung. Gleichwohl spielte in dieser Region der Baustoff Holz beim Geschosswohnungsbau bislang keine nennenswerte Rolle. Als Pilotprojekt könnte nun Carl zu einer Trendwende beitragen.

Das Haus samt den benachbarten, zum Ensemble gehörenden Baukörpern wird 73 Wohnungen mit über 5.000 qm an qualitativ hochwertigem Wohnraum bieten. Die Kindertagesstätte für etwa 100 Kinder wird sich im 5-geschossigen Gebäude neben Carl befinden und über eine großzügige Gartenfläche verfügen.

Das Gebäude ist als Holz-Hybrid-Haus konzipiert. Verwendet werden überwiegend Brettschichtholz und Vollholzbalken mit hoher Dichte. Carl wird ein Energieeffizienz-Haus mit KfW-Standard 55. Im Sinne eines durchgängig glaubwürdigen Projekts wird man dem Hochhaus auch von außen sein „hölzernes Wesen“ ansehen. Es geht aber weniger um die Fassade, als um die tragende Konstruktion. Hier wird vor allem heimisches Holz verbaut. Und im Innern gibt es reichlich Holz zu sehen, zu spüren und zu erleben.

Der Zeitplan sieht den Baubeginn für Frühjahr 2020 vor, die Fertigstellung ist auf Ende 2021 terminiert. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie voraussichtlich die EU begleiten das Projekt als Partner und Förderer.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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