Ein Bild zeigt eine Schraube, die durch ein Stück Holz gebohrt wurde.
Drei Forschungsprojekte zeigen die Entwicklungen im modernen Holzbau. (Quelle: Julian Frede)

Sponsored Content 2026-09-25T08:42:16.701Z Holzbau weiterdenken: Forschung wirkt

Wie lassen sich Bauteile ressourcenschonend konstruieren? Wie können mehrgeschossige Holzbauten vor Feuchtigkeit geschützt werden? Und wie kann Holz zur Sanierung beitragen? Antworten geben drei vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderte Forschungsprojekte.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR ) betreut die Vorhaben als Projektträgerin des BMLEH und stellt sie am 1. Oktober 2026 auf der EASTWOOD an der HTWK Leipzig vor. Damit verbindet sie Forschungsförderung und Wissenstransfer. Die Projekte greifen zentrale Themen der Holzbauinitiative des Bundes auf: Innovationen fördern, Ressourcen effizient nutzen, Kreisläufe stärken und Lösungen in die Praxisbringen.

Tragwerke zirkulär planen

Fräswerkzeug
Im Rahmen des Projektes Bu-TFZ wurde ein neues Fräswerkzeug entwickelt, das auf Grundlage des für Buchenholz-Komponenten optimierten Zinkenprofils ausgelegt wurde. (Quelle: t-lab Holzarchitektur und Holzwerkstoffe)

Im Projekt „I-Träger und Stützen aus Buchenholz – Tragfähigkeit, Fertigung, Zirkularität“entstehen Tragwerkselemente aus Buchenholzkomponenten. Sie ermöglichen große Spannweiten, erfüllen hohe technische Anforderungen und nutzen den Rohstoff effizient. Zugleich wird untersucht, wie die Bauteile später wiederverwendet werden können. Das Vorhaben verbindet den verstärkten Einsatz von Laubholz mit kreislauffähigem Bauen und reagiert auf die veränderte Rohstoffbasis heimischer Wälder.

Feuchteschutz schafft Sicherheit

Eine Baustelle mit einer Holzkonstruktion und Feuchteschutzkonzept.
In dem Projekt HolzQS wurden ganzheitliche Feuchteschutzkonzepte entwickelt. (Quelle: Brüninghoff GmbH & Co. KG)

Im Forschungsprojekt „Qualitätssicherung im modernen mehrgeschossigen Holz- und Holz-Hybridbau“ werden ganzheitliche Feuchteschutzkonzepte und Monitoringstrategien entwickelt. Sie sollen helfen, Feuchteeinträge während längerer Bauphasen frühzeitig zu erkennen und Schäden zu vermeiden. Solche Verfahren erhöhen die Planungs- und Ausführungssicherheit und helfen, Hemmnisse im mehrgeschossigen Holzbau abzubauen.

Mit Holz den Gebäudebestand stärken

Eine Aufnahme eines hybriden Verstärkungssystems aus Holz und Stahlbeton.
In dem Projektes VHBV wird ein hybrides Verstärkungssystem aus Holz und Stahlbeton erprobt. (Quelle: Julian Frede)

Das dritte Vorhaben richtet den Blick auf die Sanierung. Im Projekt „Verstärkung bestehender Massivdecken mit Holzquerschnitten“ werden Systeme entwickelt, mit denen Bestandsdecken durch eine nachträgliche Holz-Beton-Verbundlösung verstärkt werden können. Gebäude lassen sich dadurch weiter nutzen und an neue Anforderungen anpassen, ohne tragende Bauteile vollständig zu ersetzen. Der Ansatz schont Ressourcen und zeigt das Potenzial von Holz bei Umbau, Sanierung und Nachverdichtung.

Wissen bündeln und zugänglich machen

Die Holzbauinitiative des Bundes bringt Forschung, Planung, Bauwirtschaft, Verwaltung und Politik zusammen. Koordiniert wird sie vom BMLEH gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Ihre Geschäftsstelle ist bei der FNR angesiedelt.

Mit Fachinformationen, Praxisbeispielen, Veranstaltungen und Dialogformaten unterstützt die Geschäftsstelle den Wissenstransfer. Die Website der Holzbauinitiative bündelt Informationen zu Forschung und Innovation, Projekten, Bildung und Weiterbildung.

Die drei Projekte zeigen, wie Forschung Antworten auf Fragen des Bauens liefert. Neue Holzbaulösungen müssen technisch funktionieren, Ressourcen schonen und im Baualltag anwendbar sein. Genau dort setzt die Holzbauinitiative an.

zuletzt editiert am 25. September 2026
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