News 2014-02-20T00:00:00Z Holzbauelemente allenfalls leicht teurer

BMH-Preistendenzen ❙ Bauelemente auf Holzbasis begegnen auf einem florierenden Baumarkt einer regen Inlands- und auch leicht zunehmenden Auslandsnachfrage bei überwiegend gleichbleibenden bis höchstens flach steigenden Preisen.

Die inländische Bauwirtschaft ist auf ein recht erfreuliches Geschehen im neuen Jahr eingestellt. Der Branchenumsatz soll um 2,5 Prozent gegenüber den Vorjahr zunehmen, eine Schätzung, die in der Zahl der erteilten Baugenehmigungen, die für Wohnungen um 13,5 Prozent angewachsen, eine gewisse Bestätigung findet. Ausschlaggebend dafür sind die anhaltend günstigen Zinsen, der aufgrund von verstärkten Zuwanderungen wieder lebhaft wachsende Wohnungsbedarf und die eher noch zunehmende Flucht in die Sachwerte. Auf dem Markt der Holzbauelemente wird man also durchaus mit einem Käufermarkt rechnen müssen, auf dem bei den meisten Produkten mit zumindest leichten Preiserhöhungen zu kalkulieren sein wird, die in der Regel auf den überwiegend maßvollen Preisentwicklungen der Vorprodukte beruhen. Preisrückgänge bei einzelnen Elementarten werden die Ausnahme sein.

Türen nur leicht teurer
Im Türenbereich sind nicht so sehr die Preise, sondern mehr die zunehmende Marktkonzentration auf der Anbieter- wie auf der Nachfragerseite das Hauptthema. Auf die Preise kann sich dieser Trend nur insofern auswirken, das sich dabei eine spürbare Neigung zur höherpreisigen Ware herausbildet. Doch ein Trend ist in dieser Hinsicht noch nicht erkennbar. Zunächst wird man noch mit Türenpreisen rechnen können, die allenfalls mit der geringen Inflationsrate zulegen könnten.

Fensterpreise kaum höher
Die Fensterbranche ist quer durch alle Materialfraktionen positiv gestimmt, natürlich angesichts der günstigen Prognosen für den Wohnungsbau durchaus nachvollziehbar. Eine leichte Abschwächung wird beim reinen Holzfenster gemeldet, während es bei Holz-Metall eher ein vorsichtiges Nachfrageplus gibt. Auch aus dem Renovierungsbereich, von dem ja beide mit Holz verbundenen Arten profitieren, werden recht positive Signale aufgenommen. Danach wird man im Wesentlichen von den bisherigen Fensterpreisen ausgehen können.

Parkettpreise einigermaßen stabil
Die Parketthersteller sind die einzige Branche dieses Wirtschaftszweigs, die sich unzufrieden zeigt, und zwar vornehmlich deshalb, weil ihnen die rückläufige Entwicklung im Exportgeschäft die Auslastung ihrer Kapazitäten erschwert oder unmöglich macht. Der Inlandsmarkt läuft ganz gut, ist jedoch durch anhaltende Umschichtungen in der Produktpalette gekennzeichnet, erkennbar an einer zweistelligen Zunahme der mehrschichtigen Landhausdiele und ebenso starken Rückgängen bei den Mehrschicht-, Stab- und Mosaikparketten. In preislicher Hinsicht geben die Entwicklungen auf den Parketthölzermärkten kaum Möglichkeiten zu höheren Preisen. Andererseits ist der Inlandsmarkt so flüssig, dass zu nachgebenden Preisen auch kein Anlass besteht.

Günther Zimmermann

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 02.2014.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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