BMH-Preistendenzen ❙ Lebhafte Nachfrage sowie gestiegene und weiter steigende Vorkosten erlauben den Herstellern von Holzbauelementen moderate Anpassungen ihrer Erzeugerpreise. Günther Zimmerman
Auch im angelaufenen Jahr ist mit einem Preiseinbruch bei den Holzbauelementen nicht zu rechnen, aber auch ein besonderer Preisanstieg ist so gut wie ausgeschlossen. Die Hersteller von Holzbauelementen rechnen angesichts einer geradezu üppigen Auftragslage im Wohnungsbau und eines anhaltend guten Renovierungsmarktes zwar nicht mit einer stürmischen Hochkonjunktur, aber doch mit einer soliden Nachfrage im In- und Ausland, die preisliche Spielräume eröffnet, um die schon eingetretenen und noch zu erwartenden Steigerungen bei den Vorkosten in den eigenen Erzeugerpreisen weitergeben zu können. Inwieweit sich die von den Herstellerverbänden gestartete Initiative "Holz pro Klima", mit der die Wertigkeit von Holzprodukten auf der politischen Schiene angehoben werden soll, preislich auswirken wird, muss abgewartet werden. Letztlich wird das Spiel auf den Märkten ausgetragen, auf denen unabhängig von derartigen Initiativen eigentlich für alle Holzbauelemente ein eher zunehmender Bedarf und eher sanft anziehende Preise zu erwarten sind.
Sehr feste Türenpreise
Die Hersteller von Innen- und Außentüren berichten über insgesamt erfreuliche Entwicklungen, in die auch die vor allem bei den Innentüren erreichten Preisverbesserungen eingeschlossen sind, und zwar unabhängig von den Rahmenmaterialien. Dazu hat sicherlich auch die jüngste Werbekampagne der Türenindustrie beigetragen, die in diesem Jahr fortgesetzt wird und den Türenherstellern die Zuversicht verschafft, mit lebhaften Nachfragehoffnungen das Jahr 2012 zu begehen und mindestens die Preisanhebungen zu erreichen, die aufgrund der Kostensteigerungen bei den Vormaterialien und sonstiger Verteuerungen notwendig sind.
Stabile Parkettpreise
Insgesamt hat sich der Parkettmarkt im zurückliegenden Jahr weiter erholt. Die Segmente Mosaik- und Mehrschichtparkett legten in der Menge etwas zu, die Landhausdielen explodierten beinahe um mehr als 40 Prozent, während das Stabparkett leicht abfiel. Die Produktion stieg in der Menge um einige Prozente, im Wert etwas mehr, was auf Preiserhöhungen im einstelligen Bereich schließen lässt. Dabei wird es bei allen Parkettarten mit Ausnahme des Mosaikparketts wahrscheinlich bleiben; denn es gibt durchaus gute Gründe für einige moderate Preisanpassungen nach oben, wie Preisanstiege bei Leim, Lack, Mittellagen, Verpackungen und Transport, während bei den gängigen Parketthölzern bei den bisherigen Meistgebotsverkäufen keine eindeutige Linie nach oben oder nach unten auszumachen ist.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MT HOLZ Ausgabe 03.2012.