News 2013-01-29T00:00:00Z Holzbauelemente leicht bergauf

BMH-Preistendenzen ❙ Trotz anhaltend guter Nachfrage aus dem Wohnungsneubau- und Renovierungsgeschäft hat die Dynamik der Preisanhebungen nachgelassen, wenngleich moderate Steigerungen auch in den nächsten Monaten zu erwarten sind. Günther Zimmermann

Seit ein paar Wochen tauchen nach langer Zeit erstmals wieder negative Meldungen über die Entwicklung der Bauwirtschaft in Europa auf. In Deutschland hingegen wächst die Baunachfrage weiter, und die Verbände rechnen mit einem Umsatzplus von 4 Prozent, das real einem Produktionsplus von etwa 2 Prozent entspricht. Vor allem die für den Holzbau wichtigen Daten des Wohnungsbaus sind weiterhin deutlich nach oben gerichtet. Nach den bisherigen Zahlen dieses Jahres ist von einem Anstieg des Wohnungsbauumsatzes von 7 Prozent auszugehen. Mit ähnlichen bzw. vergleichbaren Zuwächsen dürfte dann wohl auch bei den Holzbauelementen zu rechnen sein, doch das trifft nach den bisherigen Statistiken nicht zu, sodass auch in preislicher Hinsicht die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. Es wird weiterhin Preisanhebungen geben, die mit einer Marge weit unter 10 Prozent als angemessen zu bezeichnen sind und den Herstellern aufgrund der Entwicklung ihrer Kosten auch zugestanden werden müssen. Beim Handel so wird berichtet waren die hölzernen Bauelemente und Bodenbeläge die Wachstumstreiber, sodass man bei der Handelsware vielleicht kleine zusätzliche Preisspannen einkalkulieren muss.

Türenpreise eher steigend

Sowohl bei Innen- als auch bei Haustüren wird von einer guten, häufig von einer besseren Nachfrage als im Vorjahr berichtet, was mit der lebhaften Wohnungsbautätigkeit und auch mit dem anhaltend regen Geschäft im Renovierungsbereich begründet wird. Die Hersteller sind nach wie vor bemüht, mit ihren aktuellen Erzeugerpreisen die starken Kostensteigerungen früherer Zeiten auszugleichen, sodass Preisanhebungen bei Türen häufiger und auch stärker ausfallen können, doch überwiegend im einstelligen Bereich bleiben werden.

Parkett nur wenig teurer

Im Bereich der Holzfußböden wurden im ersten Halbjahr wiederum Umsatzzuwächse erzielt, aber bei leicht nachlassender Dynamik. Die Verbände sind europaweit vorsichtig und unsicher, aber man rechnet in Deutschland damit, dass sich der Markt allmählich wieder auf das Spitzenjahr 2007 zubewegt. Deshalb sind auch die preislichen Erwartungen der Anbieter noch zurückhaltend. Man schwimmt im Sog der guten Wohnungsbaukonjunktur mit einem Mengenabsatz über dem Vorjahr mit, im Handel sogar mit einem zweistelligen Plus, aber zu nennenswerten Preiserhöhungen reichen weder die Nachfrage noch die Argumente der Kostenseite. Allenfalls bei den Vorzugsprodukten Landhausdielen und Zweischichtparkett muss das eine oder andere Prozent mehr bezahlt werden.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 10.2012.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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