News 2013-08-08T00:00:00Z Holzbauelemente zu festen Preisen

BMH-Preistendenzen ❙ Die meisten Bauelemente aus Holz werden bei guter bis lebhafter Nachfrage zu Preisen angeboten, die den Kostenentwicklungen entsprechen und als moderat angesehen werden können.

Es waren vornehmlich die arktischen Witterungsverhältnisse, die dem Baumarkt im ersten Halbjahr arg zugesetzt haben, sodass die Bautätigkeit um mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurücklag und die Umsätze ebenfalls deutlich geringer ausfielen. Auch bei den Auftragseingängen hing der gesamte Hochbau durch. Doch für die zweite Hälfte des Jahres sind die Signale auf freie Fahrt mit spürbar steigenden Aufträgen für Hersteller und Verarbeiter gestellt, weil die Baugenehmigungen zweistellig über dem Vorjahr liegen, erhebliche Rückstände aus dem dürftigen ersten Halbjahr aufzuholen sind und deutliche Aufhellungen am US-Horizont festgestellt werden, die wirtschaftspsychologisch stärker wirken, als mancher Europäer zugeben mag. Für kräftigere Preisanhebungen bestehen keine Anlässe, weil ein Großteil der Erhöhungen bei Löhnen, Energie, Chemikalien usw. durch Einsparungen bei anderen Materialien kompensiert werden. Allerdings birgt eine solche latente Aufschwungsituation auch die Gefahr, dass die Preise insgesamt mit in die Höhe gezogen werden, wie es sich im Moment im Bereich der Nadelschnitthölzer abzuzeichnen beginnt. Wie sich die aufgestockte Förderung der energetischen Gebäudesanierung auf die Preisentwicklung auswirken wird, ist noch offen. Alles in allem: Es sind eine Nachfrage und ein Verbrauch zu erwarten, die etwas über dem Vorjahr liegen, aber normalerweise keine Preishektik auslösen. Preisliche Zulagen um wenige Prozente sind kalkulatorisch vertretbar und gibt der Markt auch locker her, aber die Gefahr von spontanen Überhitzungen ist nicht ganz auszuschließen.

Türenpreise bleiben fest
Dem Türenmarkt wird für das laufende Jahr ein stabiles Wachstum um einige Prozente vorausgesagt, weil sowohl das Renovierungsgeschäft als auch der Neubau einen Mehrbedarf zeitigen werden, der vom Ausmaß her allerdings keinen nennenswerten Mehrpreis auslösen würde. Steigende Lohn- und andere Kosten dürften jedoch zu moderaten Preisangleichungen führen.

Fenster allmählich teurer
Das Holzfenster wird im Laufe dieses Jahres geringfügig im Marktanteil einbüßen, aber die Holz-Metall-Konstruktionen weisen die höchsten Zuwachsraten auf. Der Mehrbedarf gegenüber 2012 wird unter 5 Prozent liegen, wobei der Anteil der in der Renovierung eingesetzten Holzfenster etwas zunehmen könnte. Die technischen Weiterentwicklungen haben die Eigenschaften dieser Fenster beträchtlich verbessert, damit die Wertschöpfung deutlich erhöht, wodurch auch in Verbindung mit modernen Beschlaglösungen spürbare Preiserhöhungen ausgelöst werden, die weit in den zweistelligen Bereich gehen werden.

Günther Zimmermann

Die ausführlichen Preistendenzen lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 07-08-2013.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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