BMH-Preistendenzen ❙ Der florierende Baumarkt belebt die Nachfrage weiter und ermöglicht Preisanhebungen und -anpassungen auf breiter Front. Günther Zimmermann
Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die Holzbauelemente auch weiterhin gut gefragt sein und eine feste Preistendenz beibehalten werden. Darauf weisen schon die rekordverdächtigen Zahlen der Baugenehmigungen hin, die zuletzt für Neubauwohnungen um 37 Prozent über dem Vorjahr lagen. Auch die Nachfrage im Wirtschaftsbau war fast ein Fünftel höher als 2010. Nur im öffentlichen Bau gibt es noch Defizite gegenüber dem letzten Jahr. Die rege Nachfrage erlaubt es den Herstellern fast durchweg ohne Schwierigkeiten, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen, die zudem vielfach mit mehr oder weniger stark gestiegenen Vorkosten zu begründen sind. Alle diese Vermutungen basieren auf den erkennbaren und abschätzbaren Trends auf dem Inlandsmarkt, der jedenfalls bei den hier betrachteten Holzbauelementen nur wenig von Entwicklungen und Ereignissen auf den Nachbar- und überseeischen Märkten beeinflusst wird. Dass die globale Finanzkrise den gegenwärtigen Boom auf dem deutschen Baumarkt abrupt beendet, ist eher nicht zu befürchten, aber eine mehr oder weniger plötzliche Kehrtwendung mit Stagnation und gar Depression wäre nicht auszuschließen, wenn ein massiver Einbruch der deutschen Exporte zu verzeichnen wäre.
Moderat steigende Türenpreise
Auf dem Türenmarkt ist die überaus freundliche Baumarktstimmung atmosphärisch schon angekommen, obwohl sie sich als handfeste Nachfragesteigerung auf dem Markt noch nicht gezeigt hat. Der Bedarf ist gewissermaßen virtuell vorhanden und wird erst in den kommenden Monaten sichtbar werden. Dann werden sich auch die Preisvorstellungen der Hersteller zeigen, die versuchen müssen, ihre teilweise deutlich gestiegenen Vorkosten zumindest in behutsam höher angesetzten Verkaufserlösen unterzubringen.
Fensterpreise leicht höher
Die bisherigen Produktionszahlen lassen - wie Kenner erwarteten - keinen Anstieg erkennen. Die Zurückhaltung oder Vorsicht der Hersteller beruht darauf, dass der Renovierungsmarkt in der zurückliegenden Zeit eine einzige Enttäuschung war, sodass man sich entschlossen hat, die Produktion schnurstracks an der Nachfrage auszurichten, die sich im Moment noch etwas bedeckt hält. Aber sie wird in den nächsten Monaten deutlicher zunehmen und dann auch die Preise etwas in Bewegung nach oben bringen, aber sicherlich mit einstelligen Raten.
Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 09.2011.