News 2014-02-20T00:00:00Z Holzbauelemente zumeist preisstabil

BMH-Preistendenzen ❙ Bauelemente aus Holz sind im gut ausgelasteten Baumarkt überwiegend gut gefragt und aufgrund einer subtil gesteuerten Produktion der überschaubaren Herstellerbranchen keinen hektischen Preisbewegungen ausgesetzt.

Von den Voraussetzungen auf den Anbieter- und Nachfragemärkten her sind keine gravierenden Änderungen zu erwarten, so dass auch mit großen Preisänderungen in den nächsten Monaten nicht zu rechnen sein dürfte. Die inländische Bauwirtschaft bewegt sich auf einem leicht über dem Vorjahr liegenden Niveau. Verschiebungen gibt es allenfalls innerhalb der Auftragsbereiche (weniger Einfamilienhäuser, mehr Zwei- und Mehrfamilienhäuser) und einen noch nicht klar erkennbaren Trend, der darauf hinauslaufen könnte, etwas preisgünstigere Importware zu Lasten heimischer Produkte zu bevorzugen. Wenn sich daraus ein deutlicherer Trend entwickeln sollte, müssten die inländischen Hersteller ihre Kalkulationen und auch ihre Beschaffungsmöglichkeiten überdenken. Die jedenfalls gebietsweise feststellbaren Überhitzungserscheinungen auf den Rohholzmärkten sind bislang in den Holzhalb- und -fertigwarenbereichen nicht oder kaum aufgetreten. Demnach ist für den Rest des Jahres mit nach oben ausufernden Preisentwicklungen nicht zu rechnen, auch weil sich die neue Förderung der energetischen Gebäudesanierung noch nicht auf den Märkten ausgewirkt hat. Mit weiteren leichteren Preisanhebungen, die größenmäßig anhand der Preissteigerungen bei den Vormaterialien abzuschätzen sind, wird trotzdem zu rechnen sein. Die Spannen werden im einstelligen Bereich liegen und zunächst kaum zu Vorratskäufen veranlassen. Länger- und langfristig, wenn die Menschenmassen in Fernost zu einem Leben unserer Art imstande sind, gibt es zwei Prognosen: Zuerst entsteht ein Riesenbedarf, der auch die Preise der Holzbauelemente in Europa in schwindelnde Höhen treiben könnte, bevor die Chinesen die Herstellung dieser Produkte selbst übernehmen und diese dann zu Spottpreisen auf der ganzen Welt verteilen.
Türen moderat teurer
Der Markt für Innentüren befindet sich – wie die Hersteller verkünden – weiter im Aufwärtstrend und wird zu mehr als der Hälfte vom Renovierungsbereich getragen, der auch die Preisbildung in einem erheblichen Maße mit prägt, weil in der Renovierung das teurere Produkt eher als im Neubau akzeptiert wird. Deshalb kann von einem preisfesten Türenmarkt gesprochen werden, auf dem wegen der guten Nachfrage vielfach anziehende Preise, die sogar über den Verteuerungen der Vormaterialien liegen, erzielt werden.
Fenster nur wenig teurer
Die inländische Fensterbranche berichtet von einem „recht ordentlichen“ Verlauf des bisherigen Jahres, wobei jedoch etwa gleich große Anteile der Hersteller in absehbarer Zeit eine Verbesserung oder Verschlechterung ihrer Situation erwarten. Daran sind keine einschneidenden Veränderungen des Angebots und der Nachfrage abzulesen. Die zu erwartenden Preiserhöhungen um einige Prozente werden mit den etwas teureren Vormaterialien begründet werden.

Günther Zimmermann

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 11.2013.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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