Vergleich der Erzeugerpreis-Indizes (2010 = 100) für Spanplatten (roh oder geschliffen), OSB-, MDF- und HDF-Platten September 2012 (linke Säule) zu September 2013 (rechte Säule). Grafik: BAUEN MIT HOLZ

News 2014-02-20T00:00:00Z Holzwerkstoffpreise weiterhin moderat

BMH-Preistendenzen ❙ Die nach wie vor steigenden Kosten erfordern zwar höhere Verkaufspreise, die aber lässt die allenfalls gleichbleibende Nachfrage nicht zu.

Ladislaus Döry, Präsident des europäischen Holzwerkstoffverbands, fasst die Lage der Holzwerkstoffindustrie in dem Satz zusammen: „Die Branche befindet sich im Überlebensmodus.“ Die eine große Sorge sei die umsatzmäßige Abhängigkeit von Bautätigkeit und Möbelabsatz, die auch noch miteinander korrelieren und zudem in den meisten Ländern Europas schwächeln. Die andere große Sorge seien die künftige Rohstoffverfügbarkeit und die damit zusammenhängenden Preisprobleme bei der Beschaffung, zum größten Teil ausgelöst durch die energiepolitischen Entscheidungen unserer Zeit.

Spanplattenpreise eher stabil
Bauwirtschaft und Möbelindustrie waren in den zurückliegenden Monaten gut beschäftigt, sodass die inländische Nachfrage nach Spanplatten jedweder Art als befriedigend bezeichnet werden kann Die Produktion konnte auf breiter Front sogar etwas ausgeweitet werden. Die Preise haben sich dadurch etwas stabilisiert, sodass sich der Preisabstand zum Vorjahr bei der Qualität roh/geschliffen von zehn auf sieben Prozent verringert hat, obwohl teilweise von etwas erhöhten Lagerbeständen gesprochen und die winterliche Bauruhe die Nachfrage drosseln wird. Die zumindest für die mitteleuropäischen Länder angesagte leichte Belebung im Wohnungsbau könnte die Spanplattenhersteller motivieren, ihre Bemühungen um die dringend benötigen höheren Verkaufspreise zu verstärken. Daher wird eher mit anziehenden als nachgebenden Preisen zu rechnen sein, wenngleich die Margen sicherlich moderat im einstelligen Prozentbereich bleiben werden.

Faserplattenpreise unverändert
Die MDF-Platten waren normal gefragt, sodass es zu spürbaren Preisveränderungen keine Anlässe gab. Auch die Nachfragesparte Laminatboden ließ keine nennenswerten Nachfragebewegungen nach oben oder unten erkennen. Die zunächst noch etwas schwache Preisverfassung hat sich im Laufe des letzten Jahres etwas stabilisiert. Es gibt keinerlei Hinweise auf steigende oder nachgebende Preise in absehbarer Zeit.

Günther Zimmermann

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in Ausgabe BAUEN MIT HOLZ 01.2014.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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