Kampagne von proHolz Bayern: Wir bauen auf heimisches Holz
Staatsministerin Michaela Kaniber (v.l.) und Eva Veit, Geschäftsführerin proHolz Bayern (v.r.) stellen gemeinsam mit Maxi Doppler, Herbert Koch und Georg Höhensteiger (hinten, v.l.n.r.) die neue Kampagne „Wir bauen auf heimisches Holz“ vor. Foto: Judith Schmidhuber / StMELF

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03. August 2021 | Teilen auf:

Kampagne von proHolz Bayern: Wir bauen auf heimisches Holz

proHolz Bayern, das Imagebündnis der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft, appelliert in der neuen Kampagne unter dem Slogan „Wir bauen auf heimisches Holz“ an alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette Forst und Holz, verstärkt auf heimische Rohstoffe zu setzen und durch regionale Holzverwendung zu mehr Klima- und Ressourcenschutz beizutragen. Neben Aktivitäten im Allgäu ist ein erfolgreiches Pilot-Projekt in der Region Südostoberbayern gestartet.

Hohe Preise für Schnittholz und eine teilweise schwierige Versorgung der heimischen Zimmerer- und Holzbaubetriebe bewegen die Branche. Grund dafür ist unter anderem die hohe Exportquote bei bayerischem Holz. Zugleich sieht sich die heimische Forstwirtschaft verstärkt mit wirtschaftlichen Herausforderungen und einer angespannten Finanzlage konfrontiert. Eine Chance, dieses Ungleichgewicht abzufedern, liegt in der Regionalisierung von Wertschöpfungsketten und einer engen Zusammenarbeit der Akteure der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern – von den Waldbesitzern über die Sägewerke und Holzbaubetriebe bis hin zu Architekten, Planern und Entscheidern in den Städten und Kommunen. Hierzu hat proHolz Bayern die Kampagne „Wir bauen auf heimisches Holz“ ins Leben gerufen und vergangenen Freitag im Beisein von Staatsministerin Michaela Kaniber offiziell gestartet. Die Aktion weist auf die ökologische und ökonomische Bedeutung heimischer Holzverwendung hin und soll die Wertschöpfungskette des klimafreundlichen Rohstoffs Holz in Bayern stärken.

Pilotprojekt „Regionale Holzkette Südostoberbayern“ gestartet

Poster: proHolz Bayern

Die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern mit proHolz Bayern hat zum Start der Kampagne in der Pilot-Region Südostoberbayern, beginnend mit den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, und Berchtesgadener Land, die Akteure der Wertschöpfungskette Holz zusammengebracht. Branchenbeteiligte wie Waldbesitzer, Sägewerke, Holzveredler und Zimmererbetriebe haben in bereits zwei Treffen konkrete Handlungsempfehlungen rund um die regionale Holzverwendung erarbeitet und einen Letter of Intent , eine Absichtserklärung, unterzeichnet. „Im Zentrum steht der Gedanke der kurzen Wege: Holz aus der Region soll auch in der Region genutzt werden“, erläutert Dr. Jürgen Bauer Geschäftsführer der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern. „Denn Holz ist ein wertvoller Rohstoff, der sein Klimaschutzpotenzial dann optimal entfalten kann, wenn er auch regional zu Einsatz kommt.“

Mit regionaler Holzverwendung zu mehr Klima- und Ressourcenschutz

Poster: proHolz Bayern

„Wer mit Holz baut, wird zum aktiven Klimaschützer“ unterstrich Staatsministerin Michaela Kaniber in ihrer Regierungserklärung im Mai 2021, mit der sie den Startschuss für eine Stärkung der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft gegeben hat. Im Rahmen des Aktionsprogramms „Klimahäuser für Bayern“ hat sich das Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) zum Ziel gesetzt, dass der Freistaat Bayern beim Bauen mit Holz eine bundesweite Spitzenstellung einnimmt. In den kommenden Jahren sei es dringend erforderlich, wirksame Akzente für mehr Bauen mit Holz zu setzen und die regionale Nutzung des Rohstoffs voranzutreiben. Zudem sorgt die Holzbau-Initiative für eine langfristige Stärkung von verlässlichen regionalen Lieferketten und stärkt die heimische Wertschöpfung.

Weitere Informationen zur Wertschöpfungskette Forst und Holz im Freistaat finden Sie im Netz unter https://proholz-bayern.de/heimisches-holz/ , sowie auf den Seiten der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern ( https://www.cluster-forstholzbayern.de/de/geschlossene ).

Poster: proHolz Bayern