Mahlscheibe für die Herstellung von Faserstoffen zur Holzfaserdämmstoffproduktion im Laborrefiner
Mahlscheibe für die Herstellung von Faserstoffen zur Holzfaserdämmstoffproduktion im Laborrefiner (Quelle: TH Rosenheim)

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28. April 2022 | Teilen auf:

Mahlscheiben zur Herstellung von Holzfasern für Dämmstoffe

Zur Produktion von Holzfasern für die Dämmstoffherstellung stehen jetzt ressourcen- und energieeffiziente Mahlscheiben zur Verfügung, die inzwischen auch industriell eingesetzt werden. Holzfasern sollen sich damit mit reduziertem elektrischen Energiebedarf herstellen lassen und sich besser für die Dämmstoffherstellung eignen.

Das zugrundeliegende Vorhaben der Technischen Hochschule Rosenheim wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt.

Die Projektbeteiligten verfolgten das Ziel, den spezifischen elektrischen Energiebedarf bei der Zerfaserung von Holz durch neuartige Mahlscheiben zu senken. Dazu entwickelten sie sechs unterschiedliche Geometrien – darunter ein Mahlscheibenmuster speziell für die dampfdruckfreie Zerfaserung. „Damit tragen die neu entwickelten Mahlscheiben zur ressourcen- und energieeffizienten Produktion von Holzfaserdämmstoffen bei“, sagt Prof. Dr. Andreas Michanickl, Leiter des Labors für Holzwerkstofftechnik der Technischen Hochschule Rosenheim.

Für die Herstellung von Holzfaserdämmstoffen kam u. a. Buchenholz zum Einsatz. Im Vergleich zu Faserstoffen aus Fichtenholz wiesen Buchenholz-Fasern eine reduzierte Wärmeleitfähigkeit auf, was auf ein besseres Dämmvermögen hinweist. Im Hinblick auf ihre mechanischen Eigenschaften sind Faserdämmstoffe aus Buchenfasern mit denen aus Fichtenholz vergleichbar.  

Daneben wurde auch die Funktionalität von Zweikomponenten-Kunststofffasern, sogenannten Bikofasern, als Bindemittel in flexiblen Holzfaserdämmstoffen untersucht. Durch den Einsatz optimierter Bikofasern konnte die Zugfestigkeit der untersuchten Holzfaserdämmstoffe deutlich verbessert und der Bindemittelanteil reduziert werden. Bei gleichzeitiger Verbesserung der Produkteigenschaften trägt der Einsatz optimierter Bikofasern damit erheblich zur Reduzierung der Herstellungskosten bei.

Weitere Informationen zum Projekt und den Abschlussbericht hier.

zuletzt editiert am 28.04.2022