Eine Baustelle von oben
Die Bundesregierung hat ein Paket aus 14 Maßnahmen für den Wohnungsbau und die Bau- und Immobilienbranche vorgelegt. (Quelle: Der Zimmermann)

Wohnungsbau 2023-09-28T06:13:40.852Z Maßnahmenpaket für die Bau- und Immobilienbranche

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket für zusätzliche Investitionen in den Wohnungsbau sowie zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Bau- und Immobilienbranche beschlossen. Das Maßnahmenpaket beinhaltet 14 Punkte; unter anderem, dass die Verankerung von EH 40 als verbindlicher gesetzlicher Neubaustandard ausgesetzt wird, dass der Bau von bezahlbarem Wohnraum für alle vereinfacht und beschleunigt werden soll, eine Stärkung des sozialen Wohnungsbaus oder den Umbau von geeigneten leerstehenden Gewerbeimmobilien zu Wohneinheiten.

Dazu sagte Bundesbauministerin Klara Geywitz: „Mit dem heute vorgestellten Maßnahmenpaket wird es uns gelingen, mehr Investitionen in den Wohnungsbau zu erreichen und damit die Bau- und Immobilienbranche zu stabilisieren und zu stärken. Wir werden die Rahmenbedingungen verbessern, um mehr bezahlbaren, klimaneutralen und barrierearmen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. … Die Bereitstellung von dauerhaft bezahlbarem Wohnraum wollen wir durch die Einführung einer neuen Wohngemeinnützigkeit ab kommenden Jahr befördern. Wir werden außerdem das Baugesetzbuch anpassen und durch eine Sonderreglung Städten und Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten bis Ende 2026 ermöglichen, den Bau von bezahlbarem Wohnraum vereinfachter und beschleunigter zu planen. ...“

Nach Ansicht des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie (HDH) gingen einige Maßnahmen mit Blick auf die notwendige Abfederung des Konjunkturabschwungs in die richtige Richtung. Den Anspruch, mehr Anreize für klimagerechtes Bauen zu schaffen, bleibe die Bundesregierung aber nach wie vor schuldig. Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) erklärte: „Das auf dem Wohnungsbaugipfel vorgelegte Maßnahmenpaket der Bundesregierung hat wichtige Signale gesendet. Diese müssen nun zeitnah umgesetzt werden.“ Wolfgang Schubert-Raab, Vizepräsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe, kommentierte: „Auf diesem Kanzlergipfel ist ganz deutlich geworden, dass die Regierung den Druck der Unternehmerinnen und Unternehmer verstanden hat, die Arbeitskräfte während der Krise zu halten. … Bis zum Ende des Jahres müssen Taten folgen. Bis dahin müssen auch die Unklarheiten im Maßnahmenpapier beseitigt sein. Wie sieht zum Beispiel die Detailplanung zum Programm Klimafreundlicher Neubau aus?" Die Bundesingenieurkammer begrüßt, dass mehr Augenmerk auf das Bauen im Bestand, das ressourcenschonende Bauen und die Kreislauffähigkeit von Baumaterialien gelegt wird. Innovationen am Bau und die Forschung müssen hierzu jedoch entsprechend gefördert, der Rechtsrahmen zügig angepasst werden. Die CO 2 -Reduktion im Gebäudesektor und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

www.bmwsb.bund.de
www.holzindustrie.de
www.zdh.de
www.zdb.de
www.bingk.de

zuletzt editiert am 16. Oktober 2023
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