TEIL 2: FASSADEN AUS HOLZWERKSTOFFPLATTEN - Bei der Ausführung von Fassaden mit Holzwerkstoffplatten sind die Grundsätze für VHF zu beachten, andererseits hat jeder Plattenwerkstoff eigene spezielle Eigenschaften, die bei einer fachgerechten Montage berücksichtigt werden müssen. Peter Kübler
Die Ausführung von Fassaden ist nicht mit beliebigen Holzwerkstoffplatten möglich. Die vielfältigen Beanspruchungen der Fassade wie beispielsweise durch Regen, Wind und Sonne machen den Einsatz besonders geeigneter Platten erforderlich. Auf wichtige Aspekte geht der Beitrag "Großformatig bekleidet" ab Seite 17 in diesem Heft ein. In diesem Beitrag werden einige wichtige Grundsätze und Konstruktionen aufgezeigt Anschließend sollen anhand der Kerto Concept® Fassadenbekleidung einige gebaute Beispiele dargestellt und produktspezifische Hinweise gegeben werden.

Unterkonstruktion und Anordnung der Platten
Die Unterkonstruktion von Fassaden aus Holzwerkstoffplatten hat die Aufgabe, die Fassadenbauteile sicher zu verankern und die Belüftung sicherzustellen. Hierfür gibt es eine ganze Reihe von Konzepten. Grundsätzlich ist darauf zu achten, dass die verwendeten Bauteile und Befestigungsmittel tragwerksplanerisch bemessen und genormt oder bauaufsichtlich zugelassen sind. Die Unterkonstruktion muss Verformungen des Verankerungsgrunds aufnehmen können. Das einfachste Mittel, Schäden zu vermeiden, sind kurze Konstruktionshölzer und Fugen an denStößen.
Die Anordnung der Grundlattung und der Traglattung ist abhängig vom Belüftungskonzept. Bild 9 zeigt eine gebräuchliche Art der Fassadenbildung mit waagerechter Grundlattung und senkrechter Traglattung. Die Platten sind mit Fugen zueinander auf der Traglattung befestigt. In Bild 10 sind die Holzwerkstoffplatten in Stülpdeckung angeordnet.
Die Bilder 12 und 13 zeigen Beispiele für Horizontalstöße, bei denen darauf geachtet wurde, dass die vertikale Belüftung nicht unterbrochen wird.
In Bild 14 ist eine Metallunterkonstruktion dargestellt, bei der die Fassadenplatten eingehängt werden. Metallprofil-Unterkonstruktionen gibt es als Systeme zu kaufen (zum Beispiel bei DWS Pohl GmbH, D-52349 Düren, www.systea.pohlnet.com und bei WS-Fassadenelemente GmbH, D-38159 Vechelde, www.wagner-system.com).
Mögliche Eckdetails sind in Bild 15 verdeutlicht. Für Außen- und Innenecken werden Profile aus Metall und Kunststoff angeboten. Bild 16 zeigt ein Beispiel. Die Befestigung der Platten kann sichtbar und verdeckt erfolgen.
Im Sockelbereich ist bei der Verwendung von Holzwerkstoffplatten der Spritzwasserschutz einzuhalten. Bild 17 zeigt ein Beispiel, wie der gefährdete Bereich mit einer auch leicht auswechselbar befestigten wasserfesten Plattenart abgedeckt werden kann.

Komponenten müssen zusammenpassen
Die meisten Hersteller von geeigneten Fassadenplatten aus Holzwerkstoffen geben Empfehlungen, auf welcher Art von Unterkonstruktion ihre Produkte am besten zu montieren und mit welchen Befestigungsmitteln sie zu befestigen sind. Da jeder Plattenwerkstoff und jede Beschichtung oder Imprägnierung eigene Eigenschaften aufweist, sollte der Verarbeiter die Hinweise ernst nehmen. Der Markt bietet eine große Palette an Platten mit unterschiedlichen Längen, Breiten, Dicken, Oberflächen und farbigen Beschichtungen. Für den gut informierten Zimmermann dürfte ihre Montage kein Problem darstellen.
Den ausführlichen Artikel mit allen Bildern lesen Sie in Ausgabe DER ZIMMERMANN 04|2011.