Ein Supermarktes in Österreich erreichte durch eine energieeffiziente Sanierung den EnerPHit-Standard, dem Passivhaus-Standard für Modernisierungen. Das Unternehmen mit insgesamt über 260 Lebensmittelmärkten hat seit 2012 neun Neubauten im EnerPHit-Standard realisiert.
Der Supermarkt in Prutz erhielt zunächst ein neues Holzdach. Hinzu kam eine effiziente Beleuchtung. Wie bei den Passivhaus-Neubauten wird nun auch im sanierten Supermarkt die Abwärme der Lebensmittelkühlung zur Beheizung genutzt. Die bestehende Gastherme dient nach der Sanierung nur noch als Sicherheit für Spitzenlasten. Eine kontrollierte, CO2-gesteuerte Lüftungsanlage sorgt für frische Luft. Wichtig ist zudem ein sehr guter Wärmeschutz bei den Kühlmöbeln: Jetzt haben die regulären Kühlregale eine zweifache Wärmeschutzverglasung, die Tiefkühlregale eine dreifache Verglasung sowie Türen mit umlaufender Dichtung. Zudem sind die Kühlmöbel an Boden, Rückwand und Seitenteilen gedämmt. Kälte wird nun mit groß dimensionierten Verflüssigern erzeugt. Elektronische Expansionsventile eine bedarfsgesteuerte Abtauung sowie optimierte Ventilatoren mit EC-Motor steigern ebenfalls die Energieeffizienz.
Die Mehrinvestitionen haben sich laut eigenen Angaben bereits nach fünf bis sieben Jahren allein über die Energieeinsparung ausgeglichen, so das Unternehmen.
„Mit dieser energetischen Sanierung haben die Eigentümer Neuland betreten und die Energieeffizienz des Marktes deutlich gesteigert.Mit diesen Maßnahmen können landesweit noch viele Supermärkte energieeffizient saniert werden“, erklärt Laszlo Lepp vom Passivhaus Institut. Lepp übergab gerade das Zertifikat für die EnerPHit-Sanierung an Mpreis. Das Unternehmen mit insgesamt über 260 Lebensmittelmärkten hat seit 2012 neun Neubauten im Passivhaus-Standard realisiert und plant derzeit vier weitere Passivhaus-Märkte.
