Ende September wurde in der Schweiz der Prix Lignum vergeben. Gold gibt es für kreislauffähige Sportbauten, Silber holte drei neue Reihenhausriegel in einer Arbeitersiedlung und Bronze gewann eine Brücke für den Langsamverkehr.
Der alle drei Jahre verliehene Prix Lignum zeichnet die besten neuen Schweizer Holzbauten aus. Die nationalen Siegerprojekte haben zuvor alle in einer der fünf PreisRegionen des Prix Lignum die Auszeichnung einer unabhängigen interdisziplinären Fachjury erhalten und sich damit für die Runde der nationalen Preisvergabe qualifiziert.
Die nationalen Preisträger 2024
Gold gibt es in der Kategorie Holzbauten für kreislauffähige Sportbauten in Stadt und Kanton Zürich. Sie sind demontierbar und reaktionsfähig, klug konstruiert und spielerisch schön – Holzbau in Höchstform. Das modulare Prinzip erlaubt Konfigurationen mit einer oder zwei Turnhallen und Nebenräumen. Anstatt – wie im Modulbau üblich – Böden, Decken und Wände unnötig aufzudoppeln, dienen Zwischenräume als Entrée oder Flur. Die allerorts zugänglichen Schraubkonstruktionen und bisweilen ausgefuchste Details wie die flächenbündig verschraubten Doppelstützen der Turnhallen ebnen einem unbeschadeten Rückbau den Weg. Außen präsentieren sich die Provisorien angenehm leichtfüßig. Je nach Ort lassen sich die Außenstützen und Latten in verschiedenen Farben streichen.

Die Pappelhöfe in Langenthal BE frischen eine Arbeitersiedlung auf und verdichten sie. Die drei neuen Reihenhausriegel zeigen beispielhaft, wie Transformation geht. Dafür gibt es Silber in der Kategorie Holzbauten.
Eine attraktive Brücke für den Langsamverkehr in Bulle FR holt sich Bronze in der Kategorie Holzbauten. Das Bauwerk ist ein Teil gelungene Stadtentwicklung: Es verbindet das Stadtzentrum von Bulle im Norden mit einem Viertel mit neuen Wohnungen im Süden. Die Konstruktion besticht gestalterisch wie technisch.

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