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Das Finanzamt Garmisch-Partenkirchen wurde aufgrund der klaren Holz-Architektur und der Energieeffizienz 2012 bereits dreimal ausgezeichnet. Foto: Michael Heinrich, Architekt: Reinhard Bauer, Holzbau: WIEHAG

News 2012-07-13T00:00:00Z Rosenheimer Holzbaupreis 2012 für Finanzamt Garmisch-Partenkirchen

Ein besonders zukunftsweisendes Projekt des Holzbauunternehmens WIEHAG in Altheim (OÖ) erhielt den Rosenheimer Holzbaupreis 2012: das Finanzamt in Garmisch-Partenkirchen. Die klare Holz-Architektur und das innovative Energieversorgungs-konzept brachten den 1. Preis.

Die Fachjury des Vereines RosenheimKreis hat dem 2011 fertig gestellten Kommunalbau am 30. Juni den 1. Preis verliehen. Neben der innovativen Holzkonstruktion und der klaren Architektur als Kontrast zur Gebirgskette ist auch das Energieversorgungskonzept dieses Verwaltungsgebäudes besonders herausragend: Das Hauptaugenmerk liegt in der Ausnutzung natürlicher Ressourcen. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine doppelte Wärmepumpenanlage mit Saugbrunnen. Das geförderte Grundwasser wird im Winter zur Wärmegewinnung und im Sommer für die Bauteilkühlung eingesetzt. Der Primärenergie-bedarf unterschreitet die Anforderung der ENEV 2009 um 42 Prozent ohne jegliche CO2-Emissionen. Im Rahmen des Neubaus wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von rund 30 kWp verwirklicht, mit der die Erzeugung von zirka 12 Tonnen CO2 vermieden werden kann.

WIEHAG erhielt für das Finanzamt Garmisch-Partenkirchen 2012 bereits den OÖ. Holzbaupreis sowie den Wessobrunner Architekturpreis. Auch für die imposante Holzkuppel in Eilat/Israel erhielt der internationale Leitbetrieb den OÖ. Holzbaupreis. Zeitgleich mit dem Rosenheimer Holzbaupreis erhielt WIEHAG für das Dobbies Garden Center in Liverpool den "MCS New Building Award 2012".

Entscheidend für den Rosenheimer Holzbaupreis für das Finanzamt Garmisch-Partenkirchen, dessen Bauherr das Staatliche Bauamt Weilheim ist, waren Gestaltung, Stimmigkeit des Grundrisses und der innovative Einsatz von Holz.

Das Finanzamt Garmisch-Partenkirchen ist eine einfache Stützen-Platten-Konstruktion aus Brettschichtholzstützen und elementierten Hohlkastendecken, die im Werk vorgefertigt und binnen drei Monaten auf der Baustelle zusammengesetzt wurden. Die geschlossenen Fassadenflächen bestehen aus hinterlüfteten Holzrahmenkonstruktionen mit einer vorgesetzten Schalung aus europäischer Lärche und wurden in Längen bis zu 18 Metern angeliefert und montiert. Für die Verglasungen der Bürobereiche wurde durchgängig ein einziges, sich 440 Mal wiederholendes Fensterformat aus Lärchenholz verwendet. Als Kreislaufprodukt zeigt der Baustoff Holz seine Qualitäten hinsichtlich der Schonung der Ressourcen, seiner Wiederverwertbarkeit, Energieeffizienz und der positiven Kohlenstoffbilanz.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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