Timpla und das Immobilien-Unternehmen modEstate planen eine Reihe von Nachverdichtungsprojekten, die bezahlbaren Wohnraum in zentralen Lagen schaffen sollen. Die beiden Unternehmen haben eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.
Ein Schlüsselansatz sei die intelligente Nutzung und Aktivierung der Flächenpotenziale von bestehenden Innenstadtlagen wie Parkplatzflächen – beispielsweise bei Supermärkten – mit dem Ziel, moderne Mehrfamilienhäuser aus Holzmodulen zu bauen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Durch die Aufständerung der Gebäude werde die Beschaffenheit dieser Grundstücke nur geringfügig verändert und die Parkmöglichkeiten blieben weitgehend erhalten. Gleichzeitig werde dringend benötigter Wohnraum geschaffen, der durch die modulare Bauweise schnell und kosteneffizient realisiert werden könne. Diese Methode des seriellen Holzbaus reduziere nicht nur die Bauzeiten erheblich, sondern sorge auch für eine nachhaltige und flexible Lösung. Die Module würden industriell vorgefertigt und vor Ort in kürzester Zeit montiert, was die Bauarbeiten störungsarm gestalte, die Projektierung im laufenden Betrieb des Hauptgebäudes ermögliche und eine schnelle Verfügbarkeit des Wohnraums gewährleiste.
Diese Form der Nachverdichtung auf bereits versiegelten Grundstücksflächen biete durch den Einsatz von Dach- und Fassadenbegrünungen den Vorzug, zusätzliche Grünflächen in Innenstädten zu schaffen und so Hitzeinseln abzubauen und einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten, heißt es weiter in der Mitteilung. Die geplanten Gebäude seien energieeffizient und wiesen mittels verschiedener architektonischer und konstruktiver Ansätze einen hohen Nachhaltigkeitsgrad auf.
ModEstate habe es sich zur Aufgabe gemacht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wo der Bedarf am größten sei. Mit ihrem Nachverdichtungskonzept werde bereits versiegelter Raum neu genutzt, und das auf eine Weise, die sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig sei. Timpla bringe seine marktführende Modulbau-Kompetenz und Deutschlands größtes Holzmodulwerk in die Kooperation ein. Durch den Einsatz moderner Technologien und effizienter Bauplanung trage timpla maßgeblich dazu bei, die Bauprojekte nicht nur schneller, sondern auch kosteneffizienter und ressourcenschonender zu realisieren.
„Diese Kooperation ist ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum in städtischen Gebieten, ohne dabei wertvolle, unbebaute Flächen zu opfern“, erklärt Dennis Pfeffer, Geschäftsführer von modEstate. „Dank der modularen Bauweise von timpla und der innovativen Ansätze von modEstate schaffen wir nicht nur gesunden Wohnraum, sondern gestalten auch lebenswerte und grüne Städte für die Zukunft.“ Roland Kühnel, Geschäftsführer timpla by Renggli, ergänzt: „Serieller Modulbau ist für viele Akteure neu und trifft oft auf Vorurteile. Mit dem innovativen Entwickler modEstate bilden wir ein schlagkräftiges Tandem, das die Vorzüge seriellen Modulbaus voll ausspielen kann.“ Die Projekte sollen in den kommenden Jahren in mehreren deutschen Städten umgesetzt werden und einen wichtigen Beitrag zur Entspannung des Mietwohnungsmarktes leisten. Den Anfang mache ein von der hessischen Landespolitik unterstütztes Modellprojekt in Hanau, wo im Frühjahr 2025 bezahlbare Wohnungen entstehen werden.
