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Entwicklung der Erzeugerpreise (2005 = 100) für Spanplatten (roh oder geschliffen), MDF- und HDF-Platten vom August 2010 bis Dezember 2012. Grafik: BAUEN MIT HOLZ, Quelle: Statistisches Bundesamt

News 2013-03-07T00:00:00Z Schwächelnde Holzwerkstoffpreise

BMH-Preistendenzen ❙ Die Holzwerkstoffbranche leidet anhaltend unter Überkapazitäten und ist nichtin der Lage, die steigenden Preise bei Vorprodukten, Energie etc. in ihren Erzeugerpreisen weiterzugeben.

Keinerlei Anzeichen deuten darauf hin, dass demnächst oder auch mittelfristig mit einem nennenswerten Anstieg der Holzwerkstoffpreise zu rechnen wäre. Im Gegenteil: Das Preisgefüge befindet sich in einem mehr oder weniger labilen Zustand, da die Faktoren dominieren, die das System negativ beeinflussen. Die in den Boomzeiten aufgebauten Überkapazitäten bei einigen Plattenarten sind zwar erheblich abgebaut worden, aber eine neue Richtung für die Preisentwicklung ist damit noch nicht gefunden worden, weil einem kein Mensch verbindlich sagen kann, ob die laufend angesagte große Rezession auf dem Globus tatsächlich und wann stattfinden wird. Viele Wirtschaftszweige, die in einem beträchtlichen Umfang Holzwerkstoffe verbrauchen, dümpeln in vielen Ländern vor sich hin. Das Einzige, was im Moment ziemlich sicher zu sein scheint, ist der anhaltende Preisanstieg bei den Vorprodukten und der Energie. "Von daher" (wie es neuerdings bei uns heißt) kann man also getrost damit rechnen, dass man mit auskömmlichen, das heißt mit den bisherigen Preisen für Holzplatten jeder Art rechnen und kalkulieren kann. Diese Vermutungen mögen ja vielleicht für das nächste Jahrfünft zutreffen, aber die Spekulationen, die im Zusammenhang mit den Schieferölexploitationen in den USA und anderswo angestellt werden, könnten alle Perspektiven für die ganze Welt, auch für die Holzwelt, radikal ändern.

Spanplattenpreise behutsam abwärts

Seit dem Preisgipfel im Sommer des Jahres 2011 hat der Preis für die rohe/geschliffene Sorte ziemlich allmählich um insgesamt reichlich zehn Prozent nachgegeben. Immer wieder erholt er sich von einem Monat zum anderen ein bisschen, aber der Trend bleibt abwärts gerichtet, obwohl die Hersteller vor allem aufgrund der eingetretenen, gegenwärtigen und zu befürchtenden Verteuerungen bei eigentlich allen Zutaten nach wie vor dringend auf eine Verbesserung ihrer Erzeugerpreise aus sein müssten. Ob die anhaltenden Klagen der Möbelindustrie wegen Qualitätsmängeln mit diesen Preisproblemen zusammenhängen?

Faserplattenpreise wie bisher

Auf diesem relativ übersichtlichen Markt sind keine Entwicklungen zu erwarten, die die Preise in schwindelnde Höhen treiben oder in tiefe Gründe abstürzen lassen könnten. Bauwirtschaftlich spielt diese Plattenart ohnehin nur im Innenausbau und als Bestandteil der Laminatfußböden eine wesentlichere Rolle.

Günther Zimmermann

Die ausführlichen Preistendenzen lesen Sie in der BAUEN MIT HOLZ Ausgabe 03.2013.

zuletzt editiert am 04. August 2021
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