Zimmermeister Heinz-Josef Hoja aus Neunkirchen-Seelscheid wurde für seine Verbandsarbeit mit der Silbernen Ehrennadel der Baugewerblichen Verbände Nordrhein ausgezeichnet.
Wie zollen ihm für sein Engagement „größten Respekt und tiefe Dankbarkeit“, meinte auch Johannes Schmitz, der Vorsitzende des Zimmererund Holzbau-Verbands Nordrhein, dessen Schatzmeister Hoja weiterhin ist.
Der Unternehmer aus Neunkirchen-Seelscheid wurde für seine Verbandsarbeit mit der Silbernen Ehrennadel der Baugewerblichen Verbände ausgezeichnet. Seine Innung selbst ernannte ihn zum Ehrenobermeister. Hojas Kommentar zu diesen Auszeichnungen: Er habe in und mit seinen Ämtern „eine schöne Zeit gehabt und es gerne getan,
auch wenn die Familie und die Mitarbeiter manchmal gefragt haben: Ist das eigentlich alles nötig, was Du da
machst?“ Zum Rückblick Hojas gehörte der Hinweis, seine Innung sei die erste gewesen, die mit den Bonner Kollegen
1998 fusioniert hätten, und vor allem die eine oder andere Erinnerung an den über viele Jahre hinweg aufrechterhaltenen Lehrlingsaustausch mit Frankreich.
Zum Nachfolger von Heinz-Josef Hoja wurde Andreas Hoffmann gewählt, sein bisheriger Stellvertreter. Für Johannes Schmitz stellt sein Meisterkollege „und Wegbegleiter ein Musterbeispiel für einen handwerklichen Ehrenamtler“ dar, „der viel Zeit und Kraft geopfert hat für den Berufsstand. Wir schätzen ihn im Verband als überaus erfahrenen und sachkundigen Mitstreiter. Er weiß, was in unserer Branche los ist, wo sie aktuell der Schuh drückt und wohin für sie die „Reise“ in der nahen Zukunft geht. Als Mensch kann ich Heinz-Josef Hoja nur mit dem Wort „sympathisch“ beschreiben. Er ist einerseits durchaus ein kritischer Geist, andererseits jedoch auf den Ausgleich der Meinungen und auf Konsens orientiert. Und er hält die traditionellen Werte unseres Zimmererhandwerks sehr bewusst hoch.“ Damit könne man Hoja „mit Fug und Recht als Identifikationsfigur unseres Handwerks bezeichnen.“ Als Schatzmeister des Verbandes habe er
„absolut zuverlässig und immer mit großer Sorgfalt“ agiert. „Man merkt, dass er sich da in besonderer Weise als Sachwalter und Interessenvertreter seiner Kollegen sieht. In diesem Sinne können sie sich auf Heinz-Josef Hoja vollständig verlassen, denn er hat ein waches Auge auf unsere Finanzen. Auch dafür danke ich ihm im Namen meiner Kollegen heute von ganzem Herzen.“ Angesichts dieser Verdienste um sein Gewerk sei die Auszeichnung mit der Ehrennadel eigentlich längst überfällig gewesen, räumte Schmitz ein.
Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher sprach davon, eine Ära gehe zu Ende. Er schätze an Heinz-Josef Hoja nicht zuletzt dessen „absolute Uneitelkeit“, mit der er sich von anderen Inhabern handwerklicher Ehrenämter durchaus unterscheide. Diese Charaktereigenschaft habe es ihm jedoch erleichtert, sowohl den Übergang an der Spitze seines fast 120 Jahre bestehenden Betriebs in die nunmehr vierte Generation als auch die Nachfolge in der Innung bestens vorzubereiten.
