Titelblatt der Holzbaustudie; im Hintergrund ist ein Holzbau zu sehen; darüber gelegt ist der Schriftzug Marktstudie: Holz als Baustoff im Neubau
Laut der Holzbaustudie ist das führende Bundesland beim Holzbau Berlin, in dem alleine über eine Million Quadratmeter im Holzbau entstehen, das sind 24 Prozent aller Projekte in Deutschland. (Quelle: Koalition für Holzbau)

News 2023-10-18T12:39:39.923Z Studie zum Holzbau veröffentlicht

Laut einer von der Koalition für Holzbau beauftragten Studie werden gerade einmal 2,5 Prozent Holzneubauten vom gesamten Projektentwicklervolumen über 183 Millionen Quadratmeter Nutzfläche geplant und gebaut. Positiv sei hingegen, dass sich seit 2020 die Zahl der in Holz entwickelten Gebäude verneunfacht habe.

Gut 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in Berlin zur 2. Parlamentarischen Fachtagung zusammengekommen, um die großen Herausforderungen der Immobilienwirtschaft zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Vorstellung der ersten Holzbau-Studie, die bulwiengesa im Auftrag der Koalition für Holzbau (KfH) erstellt hatte. „Mit der Auftaktstudie wollen wir wichtige Rückschlüsse für die Arbeit der Initiative ziehen. Ziel ist es, den Holzbau strategisch und politisch zu stärken und einen weiteren empirischen Beitrag für eine nachhaltige Bauwende zu liefern“, betont Lorenz Nagel, Sprecher der Ambassadeure der KfH.

Trotzdem alle über den modernen Holzbau reden, zeigt die Studie, dass gerade einmal 2,5 Prozent Holzneubauten vom gesamten Projektentwicklervolumen über 183 Millionen Quadratmeter Nutzfläche geplant und gebaut werden. Damit ist eine Bauwende noch in weiter Ferne. Positiv ist jedoch: Seit 2020 hat sich die Zahl der in Holz entwickelten Gebäude verneunfacht. Für den Zeitraum von 2020 bis 2028 befinden sich 4,65 Millionen Quadratmeter in Planung und Bau. Dabei sind 79 Prozent der Bauherren private und nur 14 Prozent öffentliche Auftraggeber wie beispielsweise städtische Wohnungsgesellschaften. Mit 45 Prozent hat der Wohnungsbau den größten Anteil an den Holzbauprojekten. Büroimmobilienprojekte liegen bei 33 Prozent, Tendenz steigend. Bei der Bauart setzen zwei Drittel der Bauherren auf Holzhybridbau. Den zweitgrößten Anteil hat der Holzmodulbau mit 9 Prozent.

Zudem zeigt die Studie deutlich, das die Förderung das entscheidende Lenkungsinstrument für den Holzbau ist. Sechs der TOP 10 Städte verfügen über Holzbauförderung in Ihren Bundesländern. In den Metropolen entsteht dadurch auch rund die Hälfte der Holzbauprojekte. Führendes Bundesland beim Holzbau ist Berlin, in dem alleine über eine Million Quadratmeter im Holzbau entstehen, das sind 24 Prozent aller Projekte in Deutschland. Es folgen Bayern und Baden-Württemberg, mit 22 beziehungsweise 14 Prozent Anteil an der Gesamtzahl der Projekte. Beide Länder bieten eine Förderung für den Holzbau an. 

Klara Geywitz, bis 2025 Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, kommentiert die Ergebnisse: „Die Studie macht deutlich, dass das Bauen mit Holz zunehmend zum Trend wird. Immer mehr Unternehmen in der Bauwirtschaft setzen auf Holz und entwickeln innovative Lösungen, um eben auch bei der Errichtung mehrgeschossiger Häuser diesen nachhaltigen Rohstoff einzusetzen. Mit unserer Holzbauinitiative wollen wir den aktuellen Trend verstärken und dabei unterstützen, dass das Holz in den kommenden Jahren beim Bauen von Häusern noch besser eingesetzt werden kann."

Die komplette Studie und deren Ergebnisse können Sie hier lesen.

zuletzt editiert am 13. März 2026