Am 27. Februar 2026 lädt die Technische Hochschule Augsburg zur jährlichen Holzbautagung ein, die sich diesmal mit der häufig vernachlässigten Schnittmenge von Holzbau und Ausbau beschäftigt. Die übergeordneten Themen der Tagung sind Bauen im Bestand und Denkmalschutz, innovative Fertigungstechniken und Prozesse, Zirkularität und Recycling, Materialität und Wohngesundheit
Neben Tragwerk, Gebäudehülle und Haustechnik ist der Ausbau das vierte wesentliche Element eines Gebäudes. Viel stärker als im konventionellen Bau ist der Ausbau im Holzbaukonstruktiv, fertigungstechnisch und gestalterisch mit den anderen Elementen verwoben und steht in vielfältiger Wechselbeziehung mit diesen. Meist erfüllen Tragwerk und Ausbau nur zusammen die Anforderungen an Akustik, Schall- und Brandschutz. Daher muss der Ausbau von Planungsbeginn an integral mitgedacht werden. Hier treffen sich die Planungsfelder von Architektur und Innenarchitektur. Vor allem bei Objekt- und Sonderbauten ist die Innenraumgestaltung von enormer Bedeutung für die Architektur. Die Vorfertigung erfasst das Thema Innenausbau heute bereits weitgehend. Aus Sicht der Fertigung und Vergabe gibt es viele Schnittstellen: Traditionell liefern Holzbau-Unternehmen etwa den Trockenbau häufig selbst oder delegieren diesen an Nachunternehmer. Planende wie Ausführende benötigen also ebenfalls Kompetenzen im Innenausbau.
Die Fachtagung ist integraler Bestandteil der weiterbildenden berufsbegleitenden Zertifikatsstudiengänge ‚Holzbau‘ sowie ‚Ausbau und Bestand‘, steht jedoch allen interessierten Personen aus Planen und Bauen, Lehren und Forschen zur Teilnahme offen.
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