Der Einzug von Frauen in die Führungsetagen des deutschen Mittelstands gerät ins Stocken, wie eine aktuelle Analyse von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels belegt. Dabei gäbe es aus gesamtwirtschaftlicher Sicht gäbe es ausreichend Gründe, das Potenzial von Frauen auch als Unternehmenslenkerinnen stärker auszuschöpfen:
Die Erwerbsbevölkerung schrumpft, beim Angebot an Fachkräften drohen zunehmend Engpässe. Hinzu kommt die sehr rasche Alterung der Inhaberschaft mittelständischer Unternehmen. So stehen bis 2019 rund 15 Prozent aller mittelständischen Betriebe zur Übergabe oder zum Verkauf an. „ Deutschlands Wirtschaft braucht die gut ausgebildeten Frauen zunehmend dringend, gerade auch als Leiterinnen von Unternehmen. Der Mittelstand muss weiblicher werden, so der Chefvolkswirt der KfW, Dr. Jörg Zeuner.
Nachdem seit Beginn des Jahrtausends der Anteil der Chefinnen in kleinen und mittleren Unternehmen von etwa 15 Prozent auf knapp unter 20 Prozent zugelegt hatte, stagniert er zuletzt bei 18 Prozent. 2015 – für dieses Jahr liegen die jüngsten repräsentativen Daten vor – wurden folglich 660.000 mittelständische Firmen von Frauen geleitet. Als Gründe für den Rückgang werden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Kinderbetreuun genannt.