Stora Enso hat ihr neues Head Office am Katajanokan Laituri Pier bezogen – direkt an Helsinki’s Waterfront – und ist damit nun im größten Massivholzgebäude Finnlands beheimatet, welches zudem aus den eigenen Holzprodukten errichtet wurde. Die leichten und vorgefertigten Massivholzelemente erlaubten es, seit langer Zeit wieder ein mehrgeschossiges Mixed-use Gebäude an diesem neuralgischen Punkt im historischen Zentrum des Hafengebietes von Helsinki zu bauen.
Das Gebäude im Eigentum der Pensionsversicherungsgesellschaft Varma wurde im Juli 2024 fertiggestellt. Auf vier Stockwerken befindet sich einerseits das neue Stora Enso Head Office, sowie andererseits das Solo Sokos Hotel Pier 4, ein Restaurant und Café. Diese Bereiche sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
“Die Begrenzung des Klimawandels auf ein Minimum ist Teil von Stora Enso’s Werten und eine der wichtigsten strategischen Geschäftsfaktoren. Holzbasierte Materialien stellen eine praktikable Alternative zu nicht erneuerbaren Materialien dar und nachhaltige Holzprodukte für den Bau sind daher einer unserer wichtigsten Geschäftsbereiche. Wir möchten den Wandel hin nachhaltigen Baulösungen vorantreiben und durch den Einsatz von modernem Holzbau den Städtebau der Zukunft zum Positiven zu verändern. Katajanokan Laituri speziell ist ein Meisterwerk des finnischen Holzbaus und gilt bereits jetzt als Wahrzeichen. Neben hochwertigen Räumlichkeiten für unsere Mitarbeiter*innen und als unser Head Office ermöglicht es allen, die hierherkommen, um zu arbeiten, im Hotel zu übernachten oder einfach nur einen Kaffee trinken möchten, das Gefühl des Holzes selbst erfahren zu können,“ so Hans Sohlström, Präsident & CEO von Stora Enso.
6.000 Tonnen CO2 gespeichert
Durch den Einsatz von Holz konnten die CO2-Emissionen während der Produktion und Errichtung um 35 Prozent reduziert werden im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise aus Beton. Doch nicht nur der im Vergleich zu Beton geringere CO2-Fußabdruck ist beachtlich, sondern auch die Tatsache, dass Holz den Kohlenstoff sogar bindet. Kein anderes kommerziell erwerbliches Baumaterial kann das. Die Holzelemente, die für Katajanokan Laituri verwendet wurden, speicherten 6.000 Tonnen CO2 während ihres Wachstums als Baum. Dieses ist nun für mindestens die nächsten 100 Jahre im Gebäude gespeichert und bedeutet, dass es genauso viel CO2 speichert, wie die Nutzung des Gebäudes für die nächsten 50 Jahre benötigen wird.

In nur sieben Monaten errichtet
„Durch den Einsatz unseres „Sylva by Stora Enso“-Bausatzes konnten wir ein solch großformatiges Gebäude an einem derart frequentierten Platz in dichter Umgebung besonders effizient bauen. Die über 2,000 tragenden Holzelemente wurden in nur 171 Just-in-Time Lieferungen in weniger als sieben Monaten vor Ort installiert. Außerdem erlaubt die Struktur des Mixed-use Building Concepts von Stora Enso für das Katajanokan Laituri eine spätere Anpassung an zukünftige Bedürfnisse. Sollte es also einmal nicht mehr als Hotel oder Büro genutzt werden, kann flexibel umgestaltet werden. Das macht es zu einem Paradebeispiel dafür, wie sowohl die Planung als auch die Struktur eines Gebäudes nachhaltig gestaltet werden können,“ sagt Antto Kauhanen, Business Development Manager bei Stora Enso Wood Products und Projektverantwortlicher für das neue Wahrzeichen in Finnland’s Hauptstadt.
Biophile Innenarchitektur
Neben den Vorteilen in Punkto Nachhaltigkeit wurde Katajanokan Laituri auch im Innenraum ganz im Sinne des biophilen Designansatzes konzipiert. Es wurde auch in der Innenarchitektur darauf geachtet, dass die verwendeten Elemente und Materialien die Verbundenheit des Menschen im Wohn- und Arbeitsumfeld zur Natur fördert. Natürliche Materialien sowie eine angepasste Lichtgebung im Inneren des Gebäudes unterstützen das Wohlbefinden, steigern die Produktivität und reduzieren gleichzeitig das Stresslevel – besonders wichtige Eigenschaften in Ländern wie Finnland, wo man oft in der dunklen Jahreszeit mehr als 90 Prozent der Zeit in Innenräumen verbringt.
Katajanokan Laituri wurde von Varma in Zusammenarbeit mit Haahtela-rakennuttaminen Oy, die für das Gesamtprojektmanagement zuständig waren, errichtet. Das Design des Gebäudes stammt von Anttinen Oiva Architects.