Ein Weg, der durch einen Wald führt
Mit einer Fläche von rund 11 Millionen Hektar nehmen die Wälder und damit auch die Waldböden rund ein Drittel Deutschlands ein. Zugleich konnten die Wälder seit der Jahrtausendwende bundesweit um fast 100.000 Hektar wachsen. (Quelle: Rudolf Müller Medien)

News 2023-12-06T06:55:33.851Z Waldboden wird „Boden des Jahres 2024“

Das „Kuratorium Boden des Jahres“ rief im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin den Waldboden zum „Boden des Jahres 2024“ aus.

Bundesminister Cem Özdemir, Schirmherr der Aktion, sagte dazu: „Wälder sind unsere wichtigsten Mitstreiter im Kampf gegen die Klimakrise. Die Waldböden sind dabei das Fundament der Wälder: Sie sind dynamische, äußerst lebendige Lebensräume, die unablässig dazu beitragen, die Wälder im Gleichgewicht zu halten. Mit meinem Ministerium arbeite ich kontinuierlich daran, die wichtigen Funktionen des Waldes für Klima, Umwelt und für unsere Erholung zu erhalten – mit Förderungen zur Wiederbewaldung oder mit dem Entwurf für ein neues Waldgesetz. Ich freue mich, dass der Waldboden als Boden des Jahres gekürt wurde und so die Rolle der Wälder in unserem Leben mehr Aufmerksamkeit bekommt.“

Die Festveranstaltung in Berlin soll Auftakt einer intensiven gesellschaftlichen Debatte über den Schutz und die Nutzung des Waldbodens im Klimawandel werden. Dazu seien verschiedene Aktivitäten für die Öffentlichkeit geplant.

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) begrüßt die Entscheidung des Kuratoriums als umsichtige, impulsgebende Wahl. „Als Filter für Luft und Wasser, als Heimat von Bodenorganismen, als Kohlenstoffspeicher und als Nährstoff-Basis für unsere Bäume ist der Waldboden existentielle Lebensgrundlage. Ohne gesunde Waldböden kein sauberes Wasser, keine Biodiversität und kein gesundes Pflanzenwachstum”, erklärt HDH-Präsident Johannes Schwörer.

„Für ein biodiverses Ökosystem, als Nährboden für klimaresiliente Wälder und letztendlich auch für die Holzproduktion ist ein gesunder Boden entscheidend. Der Zustand unserer Waldböden hat sich in den letzten Jahrzehnten nach den schweren Schadstoffeinträgen vergangener Jahrzehnte, die das Sterben ganzer Waldgebiete auslösten, wieder deutlich gebessert. „Dazu beigetragen haben im großen Maße die aktive Bewirtschaftung und die stärkere Mischung unserer Wälder sowie gezielte Maßnahmen zur Bodenverbesserung”, erläutert Schwörer.

Mehr Informationen zum „Boden des Jahres“ finden sie hier .

zuletzt editiert am 06. Dezember 2023
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