Am Eifelcampus Simmerath wurde das Aachener Zentrum für Holzbauforschung (AZH) durch die Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Silke Gorißen, eröffnet. Die FH Aachen möchte dort ihre Kompetenzen in der Holzbauforschung bündeln und mit moderner Technik innovative Lösungen für das Bauen mit Holz entwickeln.
„Zukünftig werden verstärkt Laubhölzer im Bauwesen eingesetzt“, sagt Prof. Dr. Thomas Uibel. Für die Nutzung von Birke, Bergahorn und Roteiche müssten das Trag- und Verformungsverhalten erforscht, Bauprodukte entwickelt und Normen überarbeitet werden. Gleiches gilt für komplexe Bauvorhaben wie mehrstöckige Holzhäuser und große Gewerbebauten.
Wie innovative Lösungen für den Einsatz von Holz als Baustoff aussehen können, erforscht die FH Aachen im neuen AZH. Die Bandbreite der Projekte reicht von der Entwicklung dauerhaft haltbarer Holzbrücken über Wandelemente und mehrgeschossigen Holzbau bis hin zu unterschiedlichen Verbindungselementen.

Das AZH ist Teil des neuen Eifelcampus: Er soll den Transfer von akademischen Forschungsergebnissen in die Baupraxis ermöglichen und gleichzeitig dem Handwerk Wege zur Nutzung neuer Technologien und Verfahren aufzeigen.
Ein wichtiger Teil des Eifelcampus ist das Bildungszentrum BGZ Simmerath der Handwerkskammer Aachen (HWK). Das Aufgabenspektrum im Handwerk verschiebt sich derzeit. Digitalisierung und Vernetzung halten auch hier Einzug – das lässt sich etwa am Beispiel BIM (Building Information Modeling) illustrieren. Die verschiedenen Gewerke sowie Architekt:innen und Bauingenieur:innen tauschen sich auf der Baustelle mit Hilfe von virtuellen 3-D-Modellen aus, etwa wenn es um die fachmännische Umsetzung von Bauplänen in der Praxis geht. Die enge Kooperation am Eifelcampus soll gewährleisten, dass der gegenseitige Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Handwerk funktioniert.