Eine Gruppe von Handwerkern steht auf einem Podium bei einer Siegerehrung. Einige tragen Medaillen und halten eine deutsche Flagge.
Gold für Deutschland: Die deutsche Mannschaft holte den Titel bei der Zimmerer-EM. (Quelle: RM Rudolf Müller Medien)

News 2012-02-03T00:00:00Z Zimmerer-EM: Gold im eigenen Land

Deutschland gewinnt Gold auf der Zimmerer-Europameisterschaft 2012 in Stuttgart. In der Mannschaftswertung lag Deutschland auf Platz eins, gefolgt von der Schweiz und von Frankreich auf dem dritten Rang.

Zimmerer-Europameister 2012 in der Einzelwertung wurde Andreas Fichter (19) aus St. Georgen in Baden-Württemberg, Silber ging an York Niklas Petersen (22) aus Flensburg in Schleswig-Holstein, Bronze wurde zweimal übergeben: an Domise Moïse (22) aus Frankreich und an Stefan Oppliger (19) aus der Schweiz.

Mit diesem Sieg ist die Zimmerer-Nationalmannschaft von Holzbau Deutschland erstmals in der Einzel- und Mannschaftswertung Europameister geworden.

Für Deutschland trat eine dreiköpfige Auswahl aus der Zimmerer-Nationalmannschaft an. Neben Fichter und Petersen gehörte Christopher Hauk (21) aus Rettersheim in Bayern dem deutschen EM-Team an und belegte den achten Platz. „Unsere jungen Zimmerer haben in einem spannenden Wettbewerb Können, Leistungsbereitschaft, Engagement, Nervenstärke und Fairness gezeigt. Unsere Branche kann auf diesen Nachwuchs stolz sein. Wir freuen uns, dass die EM auf so großes Interesse seitens der Messebesucher und der Öffentlichkeit stieß, “ erklärte Ullrich Huth, Vorsitzender von Holzbau Deutschland auf der Siegerehrung.

Huth bedankte sich beim Team und der Teamleitung mit den beiden Holzbauunternehmern Roland Bernardi aus dem saarländischen Völklingen und Andreas Großhardt aus Uhldingen-Mühlhofen in Baden-Württemberg. Trainiert wird das Team von den beiden Ausbildungsmeistern Roland Schumacher und Michael Rieger aus dem Zimmerer Ausbildungs Zentrum in Biberach sowie Jens Volkmann aus dem Bundesbildungszentrum für das Zimmerer- und Ausbaugewerbe in Kassel.

22 Teilnehmer aus zehn Ländern hatten in den letzten vier Tagen ihr handwerkliches Können der Meisterklasse gezeigt. Die Wettbewerbsteilnehmer im Alter bis maximal 23 Jahre hatten an drei Wettbewerbstagen 22 Stunden Zeit, um ein Dachstuhlmodell zu erstellen. Dabei ging es um Präzision und Genauigkeit beim Messen, Sägen und Zusammenbauen. Die Bewertung erfolgte durch die internationale Jury, für die jedes Land einen Experten stellte. Die Juryleitung lag beim Chefexperten aus Italien, dem Holzbauunternehmer aus Südtirol und Europameister bei der ersten Zimmerer-EM im Jahr 1994 Alexander Schötzer, der auch die Siegerehrung vornahm.

Der 10. Europäische Berufswettbewerb wurde im Rahmen der Nachwuchsförderung zum 10. Mal von der Europäischen Vereinigung des Holzbaus (EVH) veranstaltet. Die Durchführung lag bei Holzbau Deutschland Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. „Mit der EM wollen wir für unser Handwerk werben, über die Ausbildungsleistungen in den einzelnen Ländern informieren und durch den intensiven Erfahrungsaustausch die Zimmerer-Ausbildung in Europa auf hohem Niveau angleichen“, erklärte Georg König, Präsident der Europäischen Vereinigung des Holzbaus.

zuletzt editiert am 05. März 2026
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